10 Gründe, warum Menschen schlecht über andere sprechen

Lisa Holtmeier • 23. August 2022

Ich saß am Wochenende so da und habe darüber nachgedacht, wie lange ich nun schon auf meiner Reise der Persönlichkeitsentwicklung bin und welches meine größte und wichtigste Erkenntnis war. Diese Erkenntnis möchte ich in der morgigen Podcastfolge mit dir teilen.
Sie hat mir geholfen mehr und mehr bei mir selbst anzukommen und die Opferrolle, in der mich so oft im Alltag befand, zu verlassen.

Ich habe früher oft über andere Menschen gelästert. So richtig gut hat sich das noch nie angefühlt und letztendlich ging es nie um die anderen Personen, sondern immer um mich. So ist das meistens, wenn Menschen schlecht über andere reden. Dahinter stecken oft so viel Traurigkeit, Wut, Verzweiflung, Frustration und Neid.
💬“Die muss natürlich wieder ihren Salat posten und das Bikini-Bild war echt viel zu freizügig - geht gar nicht.”
💬“Hast du gesehen, was der für das Produkt verlangt!? Völlig übertrieben!!! Das ist viel zu viel Geld!”
💬“Die beiden machen hier auf absolutes Traumpaar, dabei ist es doch offensichtlich, dass die Beziehung zum Scheitern verurteilt ist.”

Wenn ich solche oder andere Sätze geäußert habe, befand ich mich in einer Opferrolle. Ich war vor einigen Jahren tagtäglich Opfer äußerer Umstände. Überall habe ich Menschen gesehen, die irgendetwas hatten, was ich auch gerne wollte. Ich war neidisch, verzweifelt und frustriert. Doch irgendwann hat sich einiges für mich gefügt und heute 7 Jahre später bin ich total versöhnlich mit diesem Anteil von mir in der Vergangenheit.

Hinter Lästern und alltäglichen Dramen steckt so viel mehr als wir oft für möglich halten. Ich möchte dieses Verhalten nicht entschuldigen, allerdings erklären. Ich bin der Überzeugung, dass Erklärungen und Verständnis die ersten Schritte in Richtung Lösung sind. Wenn du dich also sehr im Außen orientierst, schnell in die Opferrolle rutschst und vieles schnell zu einem Drama wird, dann solltest du die Folge hören.

Diese Folge wird dich unterstützen mehr bei dir anzukommen und zur/zum eigenen Lebensarchtiket*in zu werden! Ab 00:00 Uhr geht die Folge im WORDSEED Podcast online!🎧

Let´s grow🌱
Deine Lisa von WORDSEED
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Viele Menschen haben gute Argumente. Trotzdem überzeugen sie andere nicht. Warum? Weil Überzeugungskraft nicht nur davon abhängt, was wir sagen, sondern auch davon, wie wir ein Gespräch beginnen. Wer direkt widerspricht oder mit Gegenargumenten startet, erzeugt häufig Widerstand. Wer hingegen eine Gesprächsatmosphäre schafft, in der sich Menschen gehört und respektiert fühlen, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die eigenen Argumente überhaupt aufgenommen werden. Was macht eine gute Argumentation aus? Viele denken bei Argumentation an Fakten, Zahlen und logische Schlussfolgerungen. Diese Elemente sind wichtig. Doch erfolgreiche Kommunikation besteht aus mehr als sachlichen Argumenten. Eine gute Argumentation zeichnet sich dadurch aus, dass sie: respektvoll formuliert ist neugierig statt belehrend wirkt unterschiedliche Perspektiven zulässt Verständnis signalisiert zum Nachdenken einlädt Warum Menschen auf Argumente oft mit Widerstand reagieren Sobald Menschen das Gefühl haben, ihre Meinung werde angegriffen, schalten sie häufig in einen Verteidigungsmodus. Dann geht es nicht mehr um die Sache. Es geht darum, die eigene Position zu schützen. Deshalb ist die Einleitung einer Argumentation oft wichtiger als das Argument selbst. 5 Formulierungen für bessere Argumentationen 1. „Ich habe noch eine andere Perspektive auf das Thema. Ist es okay für dich, wenn ich meinen Gedanken dazu teile?“ Dieser Satz schafft Zustimmung, bevor das eigentliche Argument beginnt. 2. „Ich verstehe deinen Punkt. Gleichzeitig frage ich mich, ob ...“ Eine wertschätzende Möglichkeit, eine andere Sichtweise einzubringen. 3. „Vielleicht übersehe ich etwas. Gleichzeitig nehme ich es so wahr ...“ Diese Formulierung wirkt offen und selbstreflektiert. 4. „Mich würde interessieren, wie du diesen Aspekt siehst ...“ Menschen hören besser zu, wenn sie selbst beteiligt werden. 5. „Eine Sache beschäftigt mich dabei noch ...“ Ein sanfter Einstieg, der Neugier weckt statt Widerstand auszulösen. Die Bedeutung von Neugier in Gesprächen Wer überzeugen möchte, sollte nicht nur reden. Er sollte auch zuhören. Deshalb gehören gute Fragen zu den wichtigsten Werkzeugen erfolgreicher Kommunikation. Zum Beispiel: Was ist dir daran besonders wichtig? Wie bist du zu dieser Meinung gekommen? Welche Erfahrungen spielen dabei eine Rolle? Was wäre aus deiner Sicht die beste Lösung? Die stärksten Argumente entstehen in Verbindung Menschen ändern ihre Meinung selten, weil sie sich unterlegen fühlen. Sie öffnen sich für neue Gedanken häufig erst dann, wenn sie sich verstanden fühlen. Deshalb geht es bei guter Gesprächsführung nicht darum, Diskussionen zu gewinnen. Es geht darum, Räume zu schaffen, in denen unterschiedliche Perspektiven nebeneinander existieren dürfen. Fazit Eine gute Argumentation beginnt nicht mit dem stärksten Argument. Sie beginnt mit Respekt, Interesse und echter Gesprächsbereitschaft. Wer Menschen verstehen möchte, bevor er sie überzeugen will, schafft die Grundlage für konstruktive Gespräche, bessere Beziehungen und nachhaltige Verständigung. Denn oft überzeugt nicht das bessere Argument. Sondern die bessere Art, es einzuleiten.
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