Die drei hartnäckigsten Mythen

Lisa Holtmeier • 14. Dezember 2020

WORDSEED Kommunikationfortbildungen

Ich möchte heute mal mit ein paar Mythen aufräumen.


Immer wieder schauen mich erleichterte Gesichter an, wenn ich am Anfang einer jeden Fortbildung folgenden Satz sage: “Wir werden heute keine Rollenspiele machen.” (Mittlerweile zelebriere ich diesen Satz richtig)😁😅.
Folge Reaktionen erlebe ich immer wieder:
😂Menschen, die durchschnaufen
😂Kollegen, die sich ein high five vor Freude geben
😂Menschen, die ihre Erleichterung verbalisieren


Ich muss jedes Mal lachen, weil es mir genauso gehen würde. Ich mag keine Rollenspiele und halte sie oft für nicht sonderlich effektiv, weshalb sie in meinen Kommunikationsfortbildungen keinen Zeitslot bekommen.
Ebenfalls denken viele Menschen, wenn sie die WORDSEED Fortbildungen besuchen, dass sie sich nun 8 Stunden Theorie über Kommunikationsmodelle reinziehen müssen. Ein Wunder, dass sie sich trotzdem angemeldet haben oder sich haben anmelden lassen 🤣. Ich hätte spontan die Flucht ergriffen. Bei WORDSEED gibt es alltagsnahe Kommunikationstools und gesunde Tipps, die in verschiedenen Situationen Anwendung finden können. Es gibt eine ganze Reihe von Sprachmustern, die Teilnehmende kennenlernen.
Einige Menschen besuchen auch die WORDSEED Fortbildungen mit der Erwartung, dass Sie einen Trick lernen, mit dem sie alle Kommunikationssituationen händeln können🙈. Das funktioniert in meiner Welt nicht. Kommunikation ist individuell und situationsabhängig.


Hast du vielleicht auch unangenehme “Befürchtungen”, wenn du an Kommunikationsfortbildungen denkst?😁😅 Teile sie gern mit mir.

Ich wünsche dir einen wundervollen Tag.
Deine Lisa von WORDSEED
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Die WORDSEED Fortbildungstermine für 2021sind online. Vielleicht bin ich ja auch in deiner Nähe 🤗🌏.
Ansonsten gibt es eine Menge WORDSEED Online Kurse.

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„Du bist einfach großartig.“ Klingt schön. Und trotzdem fühlt es sich manchmal seltsam an. Warum? Weil viele Komplimente nicht verbinden – sondern subtil Druck erzeugen. Am 02.03. ist Welttag des Kompliments. Doch statt mehr Nettigkeiten zu verteilen, lohnt sich eine wichtigere Frage: Was macht ein aufrichtiges Kompliment wirklich gesundheitsförderlich? Als Begründerin der gesunden Kommunikation erlebe ich täglich: Worte wirken. Immer. Und sie wirken biologisch. Was passiert im Gehirn, wenn wir Wertschätzung erleben? Studien aus der Sozial- und Neurowissenschaft zeigen: Soziale Anerkennung aktiviert das Belohnungssystem (Dopamin-Ausschüttung). Wertschätzung senkt Stressmarker wie Cortisol. Zugehörigkeit wirkt als Schutzfaktor gegen psychische Belastung. Positive soziale Rückmeldungen erhöhen Kooperationsbereitschaft. Kurz gesagt: Ein echtes Kompliment ist keine Höflichkeitsgeste. Es ist eine Intervention ins Nervensystem. Menschen brauchen nicht nur Nahrung und Schlaf. Sie brauchen soziale Resonanz. Warum viele Komplimente unbewusst Druck machen „Du bist immer so stark.“ „Du bist perfekt für diese Rolle.“ „Du bist so schön unkompliziert.“ Solche Aussagen klingen wertschätzend – und können trotzdem Stress erzeugen. Warum? Weil sie Identität festschreiben. Unser Nervensystem registriert: Erwartung Bewertung Rollenfixierung Das kann psychologische Sicherheit reduzieren. Gesunde Kommunikation bedeutet deshalb nicht: mehr loben. Sondern bewusster sprechen. Diese Form der wertschätzenden Kommunikation wirkt gesundheitsförderlicher, weil sie vier zentrale Schutzfaktoren stärkt: 1. Psychologische Sicherheit Wenn Menschen nicht bewertet, sondern in ihrer Wirkung gesehen werden, sinkt der innere Druck. Psychologische Sicherheit ist einer der wichtigsten Faktoren für gesunde Teams und stabile Beziehungen. 2. Selbstwirksamkeit Konkrete Rückmeldungen zeigen: „Ich bewirke etwas.“ Selbstwirksamkeit ist ein zentraler Resilienzfaktor und schützt vor Erschöpfung. 3. Soziale Verbundenheit Das Gefühl, gesehen zu werden, aktiviert Bindungssysteme im Gehirn. Verbundenheit reduziert Stressreaktionen und fördert emotionale Stabilität. 4. Identitätsstabilität ohne Rollenfixierung Ich-Botschaften schreiben niemanden fest. Sie lassen Entwicklung zu. Das schafft Freiheit statt Erwartungsdruck. 5 Sätze für ein aufrichtiges Kompliment Hier sind fünf Beispiele für gesundheitsförderliche Komplimente – inspiriert vom 5-Sätze-Freitag: „Ich fühle mich von dir ernst genommen.“ „Ich empfinde unsere Zusammenarbeit als wertschätzend.“ „Deine Art zu denken erweitert meinen Blick.“ „Das Gespräch mit dir hat mir gutgetan.“ „Mich inspiriert, wie ruhig du bleibst, auch wenn es hektisch wird.“ Sie sind: konkret wirkungsorientiert beziehungsstärkend regulierend Komplimente im Beruf: Warum sie Führung verändern Gerade im Business-Kontext wird Wertschätzung oft funktional eingesetzt. Doch gesunde Führung bedeutet: Nicht Motivation erzeugen. Sondern Menschen stabilisieren. Wenn Führungskräfte sagen: „Ich fühle mich durch deine Klarheit gut orientiert“ statt „Du bist eine starke Führungskraft“ … entsteht weniger Leistungsdruck und mehr Vertrauen. Und Vertrauen ist ein Gesundheitsfaktor. Fazit: Worte sind Biochemie Ein aufrichtiges Kompliment ist kein netter Zusatz. Es ist Beziehungsarbeit. Es ist Gesundheitsprävention. Gesunde Kommunikation beginnt dort, wo wir Wirkung bewusst gestalten. Am Welttag des Kompliments können wir uns deshalb fragen: Möchte ich bewerten? Oder verbinden? Nicht größer loben, sondern klarer wahrnehmen. Let’s grow. Deine Lisa von WORDSEED
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