Kommunikation im Mangelbewusstsein & im Füllebewusstsein
Lisa Holtmeier • 17. November 2020
Kommunikation im Mangelbewusstsein & im Füllebewusstsein
Ich habe den starken Impuls gespürt mit dir über die Themen Mangel- und Füllebewusstsein zu sprechen (so auch morgen im Podcast). Im Moment habe ich den Eindruck, dass es vielen Menschen schwer fällt im Füllebewusstsein zu bleiben oder wieder ins Füllebewusstsein zu kommen. Ich stelle das vor allem an der Art und Weise der Kommunikation fest. Aus diesem Grund habe ich mal ein paar sehr prägnante Punkte pro Seite aufgelistet. Diese Auflistung kann man noch ins Unendliche weiterführen. Mein Ziel ist es lediglich, dir einen kurzen Überblick zu geben. Wichtig: Die o.g. Punkte kann man natürlich nicht pauschalisieren. Ich denke, wir sollten nichts pauschalisieren.
Menschen, die vor allem den Mangel in sich und ihrer Umgebung wahrnehmen, sprechen auch immer wieder über Dinge, die nicht funktionieren und nicht gehen.
“Total nervig, dass man zurzeit nicht Feiern gehen kann.”
“Nichts darf man.”
Diese Menschen beschweren sich häufig und dadurch natürlich auch sich und ihr Leben. Menschen, die im Mangelbewusstsein “feststecken” jammern viel, suchen teilweise auch Streitsituationen und werden schnell laut in Interaktionen. Im Streit oder der Diskussion sind sie nur wenig kompromissbereit.
Menschen, die ein ausgeprägtes Füllebewusstsein haben schenken sich und anderen Anerkennung und Wertschätzung. Sie nehmen anderen in ihrer Einzigartigkeit wahr. Ebenfalls begegnen sie anderen Menschen sehr bedürfnisorientiert und empathisch. Sie vertrauen ihr Gespür, was der Gegenüber vielleicht brauchen könnte. Diese Menschen kommunizieren Möglichkeiten, sehen Chancen und spüren Potenziale. Sie kommunizieren empathisch und gesund.
Insbesondere in der aktuellen Zeit ist es so wichtig, dass wir uns auf die Fülle fokussieren und genauso kommunizieren. Es ist nicht sinnvoll sich gegenseitig das Leben schwer zu machen. Lasst uns gerade jetzt liebevoll begegnen!
Ich wünsche dir einen wundervollen Dienstag.
Deine Lisa von WORDSEED
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Kennst du das? Ein Gespräch beginnt sachlich und plötzlich wird daraus eine hitzige Diskussion. Die Stimmung kippt, beide Seiten verteidigen ihre Position und niemand hört dem anderen mehr wirklich zu. Dabei scheitern viele Gespräche nicht an unterschiedlichen Meinungen. Sie scheitern daran, dass Menschen sich nicht verstanden fühlen. Die gute Nachricht: Oft reichen bereits kleine Veränderungen in unserer Sprache, um Konflikte zu entschärfen und Gespräche wieder konstruktiv zu gestalten. Warum Diskussionen eskalieren Wenn Menschen das Gefühl haben, angegriffen oder missverstanden zu werden, aktiviert sich häufig ein innerer Verteidigungsmodus. Anstatt zuzuhören, konzentrieren wir uns darauf: unsere Meinung zu verteidigen Gegenargumente zu finden Recht zu behalten Dadurch entstehen Fronten. Genau hier kann eine wertschätzende Kommunikation einen Unterschied machen. 5 Sätze, die Diskussionen entschärfen können 1. „Ich kann nachvollziehen, warum dir das wichtig ist.“ Dieser Satz signalisiert Verständnis, ohne automatisch Zustimmung auszudrücken. 2. „Hilf mir, deinen Gedanken noch besser zu verstehen.“ Wer Fragen stellt, zeigt echtes Interesse statt Widerstand. 3. „Da sind wir gar nicht so weit auseinander, wie es gerade wirkt.“ Gemeinsamkeiten schaffen Verbindung. 4. „Vielleicht betrachten wir gerade unterschiedliche Aspekte derselben Situation.“ Dieser Satz öffnet neue Perspektiven, ohne die Sichtweise des anderen abzuwerten. 5. „Ich sehe das etwas anders und finde deinen Punkt trotzdem nachvollziehbar.“ Eine der wichtigsten Fähigkeiten in gesunder Kommunikation: Unterschiedliche Meinungen aushalten können. Warum Fragen oft wichtiger sind als Argumente Viele Menschen versuchen, Konflikte durch bessere Argumente zu lösen. Häufig hilfreicher sind jedoch gute Fragen: Wie bist du zu dieser Sichtweise gekommen? Was ist dir daran besonders wichtig? Welche Erfahrungen haben deine Meinung geprägt? Habe ich dich richtig verstanden, dass ...? Diese Fragen helfen dabei, die Werte und Bedürfnisse hinter einer Meinung zu erkennen. Verstehen bedeutet nicht zustimmen Ein weit verbreiteter Irrtum lautet: „Wenn ich Verständnis zeige, gebe ich dem anderen Recht.“ Das stimmt nicht. Du kannst die Perspektive eines Menschen nachvollziehen, ohne dieselbe Meinung zu vertreten. Gerade diese Fähigkeit macht schwierige Gespräche oft deutlich leichter. Fazit Menschen öffnen ihre Ohren häufig erst dann, wenn sie sich verstanden fühlen. Wer weniger bewertet, mehr fragt und neugierig bleibt, schafft die Grundlage für bessere Gespräche, weniger Konflikte und mehr gegenseitiges Verständnis. Denn gute Kommunikation beginnt nicht mit dem Wunsch zu überzeugen. Sie beginnt mit dem Wunsch zu verstehen.









