Ungesunde Kommunikation

Lisa Holtmeier • 8. Juni 2020

Wenn Worte zerstörerisch wirken

Worte haben eine ungeheure Macht. Sowohl im positiven Sinne, dass sie zu unserer Gesundheit und unserem Wohlbefinden beitragen können, jedoch genauso im Negativen, dass sie uns zutiefst verletzen und echte Spuren hinterlassen können.


Zumeist mache ich besonders auf die positive Macht von Worten aufmerksam. Heute möchte ich mich dem gegenteiligen Wirken widmen.
Worte können uns sehr treffen und nachhaltig beschäftigen. Vielleicht kennst du ja die Situation, dass dir ein Gespräch oder ein bestimmter Satz einfach nicht mehr aus dem Kopf geht. Manchmal können wir uns noch Jahre später an genau diese Situation erinnern. Manche Menschen sind sehr unachtsam in der Wahl ihrer Worte und sind sich gar nicht bewusst, welche Spuren sie durch ihre Kommunikation hinterlassen. Deshalb gibt es WORDSEED! Ich möchte sowohl darüber aufklären, welche Macht wir durch unsere Worte haben als auch die Personen unterstützen, die bis heute unter solchen Situationen leiden oder bestimmte Glaubenssätze einfach nicht mehr allein loswerden. .
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Worte können uns krank machen, zu negativen Glaubenssätzen beitragen, uns hindern und verletzten. Worte können eine zerstörerische Wirkung haben z.B. in Form verbaler Gewalt und Mobbing.
Mobbing ist ein Thema, welches mich zutiefst berührt. 5 Jahre habe ich es am eigenen Leib erfahren und nicht nur ich, sondern auch ganz viele andere Menschen da draußen... Genauso wie @yannickhaile. Er ist heute Mobbing-frei-Coach und ich durfte ihn für den WORDSEED Podcast interviewen. Am Mittwoch dürft ihr euch auf einen spannenden Dialog freuen.
Wenn du auf das Thema aufmerksam machen magst, teile gerne diesen Beitrag❤.


Ich wünsche dir einen wundervollen Tag.
Deine Lisa von WORDSEED
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Viele Menschen haben gute Argumente. Trotzdem überzeugen sie andere nicht. Warum? Weil Überzeugungskraft nicht nur davon abhängt, was wir sagen, sondern auch davon, wie wir ein Gespräch beginnen. Wer direkt widerspricht oder mit Gegenargumenten startet, erzeugt häufig Widerstand. Wer hingegen eine Gesprächsatmosphäre schafft, in der sich Menschen gehört und respektiert fühlen, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die eigenen Argumente überhaupt aufgenommen werden. Was macht eine gute Argumentation aus? Viele denken bei Argumentation an Fakten, Zahlen und logische Schlussfolgerungen. Diese Elemente sind wichtig. Doch erfolgreiche Kommunikation besteht aus mehr als sachlichen Argumenten. Eine gute Argumentation zeichnet sich dadurch aus, dass sie: respektvoll formuliert ist neugierig statt belehrend wirkt unterschiedliche Perspektiven zulässt Verständnis signalisiert zum Nachdenken einlädt Warum Menschen auf Argumente oft mit Widerstand reagieren Sobald Menschen das Gefühl haben, ihre Meinung werde angegriffen, schalten sie häufig in einen Verteidigungsmodus. Dann geht es nicht mehr um die Sache. Es geht darum, die eigene Position zu schützen. Deshalb ist die Einleitung einer Argumentation oft wichtiger als das Argument selbst. 5 Formulierungen für bessere Argumentationen 1. „Ich habe noch eine andere Perspektive auf das Thema. Ist es okay für dich, wenn ich meinen Gedanken dazu teile?“ Dieser Satz schafft Zustimmung, bevor das eigentliche Argument beginnt. 2. „Ich verstehe deinen Punkt. Gleichzeitig frage ich mich, ob ...“ Eine wertschätzende Möglichkeit, eine andere Sichtweise einzubringen. 3. „Vielleicht übersehe ich etwas. Gleichzeitig nehme ich es so wahr ...“ Diese Formulierung wirkt offen und selbstreflektiert. 4. „Mich würde interessieren, wie du diesen Aspekt siehst ...“ Menschen hören besser zu, wenn sie selbst beteiligt werden. 5. „Eine Sache beschäftigt mich dabei noch ...“ Ein sanfter Einstieg, der Neugier weckt statt Widerstand auszulösen. Die Bedeutung von Neugier in Gesprächen Wer überzeugen möchte, sollte nicht nur reden. Er sollte auch zuhören. Deshalb gehören gute Fragen zu den wichtigsten Werkzeugen erfolgreicher Kommunikation. Zum Beispiel: Was ist dir daran besonders wichtig? Wie bist du zu dieser Meinung gekommen? Welche Erfahrungen spielen dabei eine Rolle? Was wäre aus deiner Sicht die beste Lösung? Die stärksten Argumente entstehen in Verbindung Menschen ändern ihre Meinung selten, weil sie sich unterlegen fühlen. Sie öffnen sich für neue Gedanken häufig erst dann, wenn sie sich verstanden fühlen. Deshalb geht es bei guter Gesprächsführung nicht darum, Diskussionen zu gewinnen. Es geht darum, Räume zu schaffen, in denen unterschiedliche Perspektiven nebeneinander existieren dürfen. Fazit Eine gute Argumentation beginnt nicht mit dem stärksten Argument. Sie beginnt mit Respekt, Interesse und echter Gesprächsbereitschaft. Wer Menschen verstehen möchte, bevor er sie überzeugen will, schafft die Grundlage für konstruktive Gespräche, bessere Beziehungen und nachhaltige Verständigung. Denn oft überzeugt nicht das bessere Argument. Sondern die bessere Art, es einzuleiten.
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