Woran gesunde Kommunikation am Arbeitsplatz oft scheitert

Lisa Holtmeier • 9. Juli 2021

Woran die gesunde Kommunikation am Arbeitsplatz oft scheitert.

🌱An vielen Arbeitsplatz gibt es keine Feedbackkultur. Die Mitarbeiter*innen untereinander geben sich nur selten oder gar nicht Feedback. Auch zwischen Mitarbeiter*innen und Führungspersonen beschränkt sich das Feedback oft auf das Jahres- oder Halbjahresgespräch. Dadurch findet keine nachhaltige Verbesserung oder Veränderung statt. Feedback kann motivieren und die Weiterentwicklung aller voranbringen.
🌱Kein beständiger Informationsfluss: Der Informationsfluss wird nicht kontinuierlich aufrechterhalten. Zudem gibt es oft keine festen Kommunikationswege.
🌱Keine beständige Wertschätzungskultur: Unspezifisches und unregelmäßiges Lob bedeuten noch keine Wertschätzung. Die Wertschätzungskultur lebt von Regelmäßigkeit. Zudem ist es dabei irrelevant wer die Wertschätzung ausspricht. Jeder darf Wertschätzung erhalten!
🌱Unzureichend vorbereitete Meetings: Einer größten Unzufriedenheitsfaktoren sind ineffektive Besprechungen, Meetings, Teamsitzungen.Aus diesem Grund ist die Vorbereitung unerlässlich.
🌱Unstrukturierte Informationsweitergabe: Informationen werden irgendwie weitergegeben und die Informationsempfänger*innen müssen irgendwie zusehen, die ganzen Informationen zu filtern und zu sortieren.
🌱Fehlende Informationsbalance: Entweder sind es zu viele Informationen und eine Person wird überflutete oder es sind zu wenig Informationen und es entsteht ein Informationsdefizite. Auf die Balance kommt es an.
🌱Zwischen Tür und Angel Kommunikation: Nur mal eben schnell die Info weitergeben führt zu keinen nachhaltigen Ergebnissen und macht auf Dauer alle Beteiligten unzufrieden.

Das sind die häufigsten Gründe, die ich an Arbeitsplätzen beobachten, woran die gesunde Kommunikation scheitert. Die gute Nachricht: Für alles gibt es eine Lösung, wenn man darüber spricht💡.

Let´s grow!🌱
Deine Lisa von WORDSEED
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„Du bist einfach großartig.“ Klingt schön. Und trotzdem fühlt es sich manchmal seltsam an. Warum? Weil viele Komplimente nicht verbinden – sondern subtil Druck erzeugen. Am 02.03. ist Welttag des Kompliments. Doch statt mehr Nettigkeiten zu verteilen, lohnt sich eine wichtigere Frage: Was macht ein aufrichtiges Kompliment wirklich gesundheitsförderlich? Als Begründerin der gesunden Kommunikation erlebe ich täglich: Worte wirken. Immer. Und sie wirken biologisch. Was passiert im Gehirn, wenn wir Wertschätzung erleben? Studien aus der Sozial- und Neurowissenschaft zeigen: Soziale Anerkennung aktiviert das Belohnungssystem (Dopamin-Ausschüttung). Wertschätzung senkt Stressmarker wie Cortisol. Zugehörigkeit wirkt als Schutzfaktor gegen psychische Belastung. Positive soziale Rückmeldungen erhöhen Kooperationsbereitschaft. Kurz gesagt: Ein echtes Kompliment ist keine Höflichkeitsgeste. Es ist eine Intervention ins Nervensystem. Menschen brauchen nicht nur Nahrung und Schlaf. Sie brauchen soziale Resonanz. Warum viele Komplimente unbewusst Druck machen „Du bist immer so stark.“ „Du bist perfekt für diese Rolle.“ „Du bist so schön unkompliziert.“ Solche Aussagen klingen wertschätzend – und können trotzdem Stress erzeugen. Warum? Weil sie Identität festschreiben. Unser Nervensystem registriert: Erwartung Bewertung Rollenfixierung Das kann psychologische Sicherheit reduzieren. Gesunde Kommunikation bedeutet deshalb nicht: mehr loben. Sondern bewusster sprechen. Diese Form der wertschätzenden Kommunikation wirkt gesundheitsförderlicher, weil sie vier zentrale Schutzfaktoren stärkt: 1. Psychologische Sicherheit Wenn Menschen nicht bewertet, sondern in ihrer Wirkung gesehen werden, sinkt der innere Druck. Psychologische Sicherheit ist einer der wichtigsten Faktoren für gesunde Teams und stabile Beziehungen. 2. Selbstwirksamkeit Konkrete Rückmeldungen zeigen: „Ich bewirke etwas.“ Selbstwirksamkeit ist ein zentraler Resilienzfaktor und schützt vor Erschöpfung. 3. Soziale Verbundenheit Das Gefühl, gesehen zu werden, aktiviert Bindungssysteme im Gehirn. Verbundenheit reduziert Stressreaktionen und fördert emotionale Stabilität. 4. Identitätsstabilität ohne Rollenfixierung Ich-Botschaften schreiben niemanden fest. Sie lassen Entwicklung zu. Das schafft Freiheit statt Erwartungsdruck. 5 Sätze für ein aufrichtiges Kompliment Hier sind fünf Beispiele für gesundheitsförderliche Komplimente – inspiriert vom 5-Sätze-Freitag: „Ich fühle mich von dir ernst genommen.“ „Ich empfinde unsere Zusammenarbeit als wertschätzend.“ „Deine Art zu denken erweitert meinen Blick.“ „Das Gespräch mit dir hat mir gutgetan.“ „Mich inspiriert, wie ruhig du bleibst, auch wenn es hektisch wird.“ Sie sind: konkret wirkungsorientiert beziehungsstärkend regulierend Komplimente im Beruf: Warum sie Führung verändern Gerade im Business-Kontext wird Wertschätzung oft funktional eingesetzt. Doch gesunde Führung bedeutet: Nicht Motivation erzeugen. Sondern Menschen stabilisieren. Wenn Führungskräfte sagen: „Ich fühle mich durch deine Klarheit gut orientiert“ statt „Du bist eine starke Führungskraft“ … entsteht weniger Leistungsdruck und mehr Vertrauen. Und Vertrauen ist ein Gesundheitsfaktor. Fazit: Worte sind Biochemie Ein aufrichtiges Kompliment ist kein netter Zusatz. Es ist Beziehungsarbeit. Es ist Gesundheitsprävention. Gesunde Kommunikation beginnt dort, wo wir Wirkung bewusst gestalten. Am Welttag des Kompliments können wir uns deshalb fragen: Möchte ich bewerten? Oder verbinden? Nicht größer loben, sondern klarer wahrnehmen. Let’s grow. Deine Lisa von WORDSEED
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