3 Fakten über Feedback

Lisa Holtmeier • 23. Mai 2022

🎁“Feedback ist ein Geschenk” habe ich neulich gelesen und der erste Satz der in meiner inneren Welt laut wurde war: “..und manche Geschenke sind echt schlecht verpackt.” Viele Menschen hadern mit sich und verurteilen sich dafür, dass sie “kein Feedback annehmen können”. Einige Menschen lassen allerdings den Aspekt außen vor, dass manche Menschen echt kein Talent dafür haben, gesundes Feedback geben zu können. Zugegebenermaßen fällt es dann richtig schwer, das nicht persönlich zu nehmen. In solchen Fällen frage ich noch einmal nach: “Wie meinst du das?”.

🔎Ich habe mich dem Feedback früher oft schutzlos ausgeliefert gefühlt. So extrem wie es klingt, war es auch. Oft habe ich mich hilflos gefühlt, wusste nicht, was ich sagen sollte und war sehr gestresst. Nun mache ich mir ganz bewusst, dass ich die Wahl habe: Möchte ich es annehmen oder möchte ich es nicht annehmen? Manche Geschenke treffen den Geschmack, manche nicht. Ich schaue bei Feedback immer darauf, ob ich daraus etwas lernen kann und ob es mich voranbringt.

🌻Wir halten Feedback viel zu häufig für die ultimative Wahrheit, dabei spiegelt es nur die ganz persönliche Wirklichkeit der Person wider. Es geht hier also nicht um die Wahrheit, sondern um Wahrnehmung. Oftmals sagt das Feedback, was gegeben wird, mehr über die Person aus, die es gibt als über die Person, die es bekommt.

💡Was mir auch oft hilft, ist die Frage: Was ist das Ziel der Person, die mir das Feedback gibt? Möchte sie mir weiterhelfen? Möchte sie sich profilieren? Möchte sie mir einen Tipp geben? Möchte sie in den Austausch mit mir kommen? Möchte sie etwas von sich erzählen? Möchte sie Aufmerksamkeit? ….
…die Gründe, weshalb Menschen Feedback geben, können sehr unterschiedlich sein.

Ich hoffe sehr, dass dir diese drei Fakten helfen, um in Zukunft ein wenig entspannter mit Feedback umgehen zu können❤.

Let´s grow!🌱
Deine Lisa von WORDSEED
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Viele Menschen haben gute Argumente. Trotzdem überzeugen sie andere nicht. Warum? Weil Überzeugungskraft nicht nur davon abhängt, was wir sagen, sondern auch davon, wie wir ein Gespräch beginnen. Wer direkt widerspricht oder mit Gegenargumenten startet, erzeugt häufig Widerstand. Wer hingegen eine Gesprächsatmosphäre schafft, in der sich Menschen gehört und respektiert fühlen, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die eigenen Argumente überhaupt aufgenommen werden. Was macht eine gute Argumentation aus? Viele denken bei Argumentation an Fakten, Zahlen und logische Schlussfolgerungen. Diese Elemente sind wichtig. Doch erfolgreiche Kommunikation besteht aus mehr als sachlichen Argumenten. Eine gute Argumentation zeichnet sich dadurch aus, dass sie: respektvoll formuliert ist neugierig statt belehrend wirkt unterschiedliche Perspektiven zulässt Verständnis signalisiert zum Nachdenken einlädt Warum Menschen auf Argumente oft mit Widerstand reagieren Sobald Menschen das Gefühl haben, ihre Meinung werde angegriffen, schalten sie häufig in einen Verteidigungsmodus. Dann geht es nicht mehr um die Sache. Es geht darum, die eigene Position zu schützen. Deshalb ist die Einleitung einer Argumentation oft wichtiger als das Argument selbst. 5 Formulierungen für bessere Argumentationen 1. „Ich habe noch eine andere Perspektive auf das Thema. Ist es okay für dich, wenn ich meinen Gedanken dazu teile?“ Dieser Satz schafft Zustimmung, bevor das eigentliche Argument beginnt. 2. „Ich verstehe deinen Punkt. Gleichzeitig frage ich mich, ob ...“ Eine wertschätzende Möglichkeit, eine andere Sichtweise einzubringen. 3. „Vielleicht übersehe ich etwas. Gleichzeitig nehme ich es so wahr ...“ Diese Formulierung wirkt offen und selbstreflektiert. 4. „Mich würde interessieren, wie du diesen Aspekt siehst ...“ Menschen hören besser zu, wenn sie selbst beteiligt werden. 5. „Eine Sache beschäftigt mich dabei noch ...“ Ein sanfter Einstieg, der Neugier weckt statt Widerstand auszulösen. Die Bedeutung von Neugier in Gesprächen Wer überzeugen möchte, sollte nicht nur reden. Er sollte auch zuhören. Deshalb gehören gute Fragen zu den wichtigsten Werkzeugen erfolgreicher Kommunikation. Zum Beispiel: Was ist dir daran besonders wichtig? Wie bist du zu dieser Meinung gekommen? Welche Erfahrungen spielen dabei eine Rolle? Was wäre aus deiner Sicht die beste Lösung? Die stärksten Argumente entstehen in Verbindung Menschen ändern ihre Meinung selten, weil sie sich unterlegen fühlen. Sie öffnen sich für neue Gedanken häufig erst dann, wenn sie sich verstanden fühlen. Deshalb geht es bei guter Gesprächsführung nicht darum, Diskussionen zu gewinnen. Es geht darum, Räume zu schaffen, in denen unterschiedliche Perspektiven nebeneinander existieren dürfen. Fazit Eine gute Argumentation beginnt nicht mit dem stärksten Argument. Sie beginnt mit Respekt, Interesse und echter Gesprächsbereitschaft. Wer Menschen verstehen möchte, bevor er sie überzeugen will, schafft die Grundlage für konstruktive Gespräche, bessere Beziehungen und nachhaltige Verständigung. Denn oft überzeugt nicht das bessere Argument. Sondern die bessere Art, es einzuleiten.
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