9 Reflexionsfragen für deine Kommunikation

Lisa Holtmeier • 2. Februar 2024
Die Fähigkeit, die eigene Kommunikation zu reflektieren, ist ein Schlüssel zur Verbesserung unserer zwischenmenschlichen Beziehungen. Indem wir bewusst darüber nachdenken, wie wir kommunizieren und wie unsere Worte und Handlungen von anderen wahrgenommen werden, können wir unsere Kommunikationsfähigkeiten weiterentwickeln. Die Selbstreflexion eröffnet die

Möglichkeit, unsere Stärken zu stärken und unsere Weiterentwicklungspotenziale zu erkennen. Sie ermöglicht es uns auch, Konflikte besser zu lösen und Missverständnisse zu minimieren. Zudem lernen wir uns immer besser selbst kennen und können uns besser einschätzen.

9 Reflexionsfragen für deine Kommunikation
📌“Was sind meine Stärken in der Kommunikation mit anderen?”
📌“Was fällt mir schwer in der Kommunikation mit anderen?”
📌“Wie wirkt sich Stress auf deine Kommunikation aus?”
📌“Wie würdest du deine inneren Dialoge beschreiben?”
📌“Woran möchte ich in meiner Kommunikation noch arbeiten?”
📌“Was gelingt mir in der Kommunikation schon wesentlich besser als früher?”
📌“Was stresst mich in der Kommunikation sehr?”
📌“Wie wirkt sich Wut auf meine Kommunikation aus?” (Kann durch andere Gefühle ersetzt werden)
📌“Wie würden Menschen, die mir nahe stehen, meine Kommunikation beschreiben?”

Die perfekte Lösung, um auch die Kommunikation andere z.B. aus dem Team kennenzulernen, ist das “Manual of me”. Dieses Manual ist wie ein kleiner Steckbrief oder ein kleines Handbuch. Die 8 Antworten auf die vorgegebenen Fragen ermöglichen es, die Kommunikation der Kolleg*innen

besser einschätzen zu können. Ich erfahre z.B. wozu meine Kollegin Sina neigt, wenn sie gestresst ist oder was für Tom die schönste Wertschätzung ist. Zudem erfahre ich, welches die beste Art ist, um Oliver Feedback zu geben.

Ab sofort findet ihr eine Vorlage zum “Manual of me” mit dem Schwerpunkt Kommunikation bei WORDSEED! 


Let ́s grow! 🌱
Deine Lisa von WORDSEED
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„Du bist einfach großartig.“ Klingt schön. Und trotzdem fühlt es sich manchmal seltsam an. Warum? Weil viele Komplimente nicht verbinden – sondern subtil Druck erzeugen. Am 02.03. ist Welttag des Kompliments. Doch statt mehr Nettigkeiten zu verteilen, lohnt sich eine wichtigere Frage: Was macht ein aufrichtiges Kompliment wirklich gesundheitsförderlich? Als Begründerin der gesunden Kommunikation erlebe ich täglich: Worte wirken. Immer. Und sie wirken biologisch. Was passiert im Gehirn, wenn wir Wertschätzung erleben? Studien aus der Sozial- und Neurowissenschaft zeigen: Soziale Anerkennung aktiviert das Belohnungssystem (Dopamin-Ausschüttung). Wertschätzung senkt Stressmarker wie Cortisol. Zugehörigkeit wirkt als Schutzfaktor gegen psychische Belastung. Positive soziale Rückmeldungen erhöhen Kooperationsbereitschaft. Kurz gesagt: Ein echtes Kompliment ist keine Höflichkeitsgeste. Es ist eine Intervention ins Nervensystem. Menschen brauchen nicht nur Nahrung und Schlaf. Sie brauchen soziale Resonanz. Warum viele Komplimente unbewusst Druck machen „Du bist immer so stark.“ „Du bist perfekt für diese Rolle.“ „Du bist so schön unkompliziert.“ Solche Aussagen klingen wertschätzend – und können trotzdem Stress erzeugen. Warum? Weil sie Identität festschreiben. Unser Nervensystem registriert: Erwartung Bewertung Rollenfixierung Das kann psychologische Sicherheit reduzieren. Gesunde Kommunikation bedeutet deshalb nicht: mehr loben. Sondern bewusster sprechen. Diese Form der wertschätzenden Kommunikation wirkt gesundheitsförderlicher, weil sie vier zentrale Schutzfaktoren stärkt: 1. Psychologische Sicherheit Wenn Menschen nicht bewertet, sondern in ihrer Wirkung gesehen werden, sinkt der innere Druck. Psychologische Sicherheit ist einer der wichtigsten Faktoren für gesunde Teams und stabile Beziehungen. 2. Selbstwirksamkeit Konkrete Rückmeldungen zeigen: „Ich bewirke etwas.“ Selbstwirksamkeit ist ein zentraler Resilienzfaktor und schützt vor Erschöpfung. 3. Soziale Verbundenheit Das Gefühl, gesehen zu werden, aktiviert Bindungssysteme im Gehirn. Verbundenheit reduziert Stressreaktionen und fördert emotionale Stabilität. 4. Identitätsstabilität ohne Rollenfixierung Ich-Botschaften schreiben niemanden fest. Sie lassen Entwicklung zu. Das schafft Freiheit statt Erwartungsdruck. 5 Sätze für ein aufrichtiges Kompliment Hier sind fünf Beispiele für gesundheitsförderliche Komplimente – inspiriert vom 5-Sätze-Freitag: „Ich fühle mich von dir ernst genommen.“ „Ich empfinde unsere Zusammenarbeit als wertschätzend.“ „Deine Art zu denken erweitert meinen Blick.“ „Das Gespräch mit dir hat mir gutgetan.“ „Mich inspiriert, wie ruhig du bleibst, auch wenn es hektisch wird.“ Sie sind: konkret wirkungsorientiert beziehungsstärkend regulierend Komplimente im Beruf: Warum sie Führung verändern Gerade im Business-Kontext wird Wertschätzung oft funktional eingesetzt. Doch gesunde Führung bedeutet: Nicht Motivation erzeugen. Sondern Menschen stabilisieren. Wenn Führungskräfte sagen: „Ich fühle mich durch deine Klarheit gut orientiert“ statt „Du bist eine starke Führungskraft“ … entsteht weniger Leistungsdruck und mehr Vertrauen. Und Vertrauen ist ein Gesundheitsfaktor. Fazit: Worte sind Biochemie Ein aufrichtiges Kompliment ist kein netter Zusatz. Es ist Beziehungsarbeit. Es ist Gesundheitsprävention. Gesunde Kommunikation beginnt dort, wo wir Wirkung bewusst gestalten. Am Welttag des Kompliments können wir uns deshalb fragen: Möchte ich bewerten? Oder verbinden? Nicht größer loben, sondern klarer wahrnehmen. Let’s grow. Deine Lisa von WORDSEED
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