Manual of me für Kommunikation im Team
Lisa Holtmeier • 2. Februar 2024

Wie kommuniziert deine Kollegin Katrin, wenn sie gestresst ist?
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Was ist die schönste Wertschätzung für deinen Kollegen Kai?
Wie kann deine Kollegin Anne dein Feedback besonders gut annehmen?
Wo zu neigt Paul bei Konflikten?
Kannst du diese Fragen über deine Kolleg*innen oder Mitarbeiter*innen beantworten? Bist du dir sicher, dass du mit deinen Antworten richtig liegst?
Für mehr Sicherheit und Klarheit in der Kommunikation gibt es ab sofort das "Manual of me" - ein Kommunikationssteckbrief. Ein "Manual of Me" (Handbuch über mich) im Kontext der Kommunikation bezieht sich auf eine Sammlung von Informationen über die individuellen Kommunikationspräferenzen, Bedürfnisse und Besonderheiten einer Person. Es dient zum einen dazu, sich selbst zu reflektieren und andererseits, unterstützt es dich, deine Kommunikation an deine Kolleg*innen & Mitarbeiter*innen anzupassen.
Insbesondere im Onboarding-Prozess kann das Manual of me sehr hilfreich sein.
Deine Vorteile im Überblick:
💬 Verbessert die Kommunikation & gestaltet sie gesünder: Durch das Verständnis der individuellen Kommunikationspräferenzen können Missverständnisse vermieden und die Kommunikation insgesamt verbessert werden.
🤝 Effektive Zusammenarbeit: In beruflichen oder sozialen Kontexten kann ein "Manual of Me" dazu beitragen, die Zusammenarbeit zu erleichtern. Kollegen, Vorgesetzte oder Teammitglieder können besser verstehen, wie sie effektiv mit der Person kommunizieren können, was zu einer produktiveren Zusammenarbeit führen kann.
💎Berücksichtigung von Besonderheiten: Ein "Manual of Me" kann auch Informationen über individuelle Besonderheiten oder Bedürfnisse enthalten, die bei der Kommunikation berücksichtigt werden sollten. Dies kann insbesondere für Menschen mit "besonderen" Bedürfnissen, neurodivergenten Personen oder Menschen mit kulturellen Unterschieden relevant sein.
🔦 Selbstreflexion & Selbstbestimmung: Das Erstellen eines solchen Manuals ermöglicht es einer Person, ihre eigenen Präferenzen und Bedürfnisse besser zu verstehen und auszudrücken. Dies fördert Selbstbestimmung und ermöglicht es der Person, sich selbst besser zu verstehen.
🌪️Konfliktprävention: Durch die Transparenz individueller Unterschiede und Gemeinsamkeiten entsteht ein größeres Verständnis füreinander. Dadurch können Missverständnisse und Konflikte vermieden werden.
⏱️Effizienz: Ein "Manual of Me" kann die Effizienz steigern, da es allen ermöglicht, schneller und präziser miteinander zu kommunizieren.
🚀Personal- & Teamentwicklung: Durch die Auseinandersetzung mit der eigenen Kommunikation wird ein besseres Verständnis für sich selbst und die Teammitglieder entwickelt. Das Team reduziert Bewertungen der Verhaltensweisen und reagiert empathischer.
🧘🏽Steigert Wohlbefinden: Durch die sorgfältige Reflexion über die eigene Persönlichkeit, Kommunikationspräferenzen und Bedürfnisse ermöglicht es eine tiefere Selbstkenntnis. Dies fördert nicht nur das Selbstbewusstsein, sondern auch klarere Beziehungen zu anderen. Die Verantwortung für sich selbst wird ebenfalls gestärkt.
So geht´s:
1️⃣ Manual of me herunterladen
2️⃣ Allen Teammitgliedern zur Verfügung stellen
3️⃣ Ausfüllen
4️⃣ Gemeinsam darüber sprechen
5️⃣ An einem Ort ablegen, wo jede Person darauf zugreifen kann
Beim Manual of me handelt sich um eine PDF-Seite, um das Ausfüllen zeitlich gering zu halten und es im hektischen Alltag möglich ist, sich schnell einen Überblick zu verschaffen - alles auf einem Blick! Hier geht es zum Download.
Eine professionell gestaltete Vorlage bietet eine strukturierte und umfassende Grundlage, die den Prozess der Erstellung eines persönlichen Handbuchs erleichtert. Sie enthält vorgefertigte Abschnitte, die dazu beitragen, wichtige Aspekte der Persönlichkeit und Kommunikation zu erfassen. Schließlich kann eine gut durchdachte Vorlage sicherstellen, dass relevante Bereiche abgedeckt werden und ermöglicht es, das "Manual of Me" in einer klaren und ansprechenden Weise zu präsentieren. Damit wird nicht nur die Erstellung erleichtert, sondern auch die Wirksamkeit des Handbuchs in Bezug auf Selbstreflexion und verbesserte Kommunikation maximiert.
Ich wünsche euch viel Freude damit!
Herzlichst
Deine Lisa

„Du bist einfach großartig.“ Klingt schön. Und trotzdem fühlt es sich manchmal seltsam an. Warum? Weil viele Komplimente nicht verbinden – sondern subtil Druck erzeugen. Am 02.03. ist Welttag des Kompliments. Doch statt mehr Nettigkeiten zu verteilen, lohnt sich eine wichtigere Frage: Was macht ein aufrichtiges Kompliment wirklich gesundheitsförderlich? Als Begründerin der gesunden Kommunikation erlebe ich täglich: Worte wirken. Immer. Und sie wirken biologisch. Was passiert im Gehirn, wenn wir Wertschätzung erleben? Studien aus der Sozial- und Neurowissenschaft zeigen: Soziale Anerkennung aktiviert das Belohnungssystem (Dopamin-Ausschüttung). Wertschätzung senkt Stressmarker wie Cortisol. Zugehörigkeit wirkt als Schutzfaktor gegen psychische Belastung. Positive soziale Rückmeldungen erhöhen Kooperationsbereitschaft. Kurz gesagt: Ein echtes Kompliment ist keine Höflichkeitsgeste. Es ist eine Intervention ins Nervensystem. Menschen brauchen nicht nur Nahrung und Schlaf. Sie brauchen soziale Resonanz. Warum viele Komplimente unbewusst Druck machen „Du bist immer so stark.“ „Du bist perfekt für diese Rolle.“ „Du bist so schön unkompliziert.“ Solche Aussagen klingen wertschätzend – und können trotzdem Stress erzeugen. Warum? Weil sie Identität festschreiben. Unser Nervensystem registriert: Erwartung Bewertung Rollenfixierung Das kann psychologische Sicherheit reduzieren. Gesunde Kommunikation bedeutet deshalb nicht: mehr loben. Sondern bewusster sprechen. Diese Form der wertschätzenden Kommunikation wirkt gesundheitsförderlicher, weil sie vier zentrale Schutzfaktoren stärkt: 1. Psychologische Sicherheit Wenn Menschen nicht bewertet, sondern in ihrer Wirkung gesehen werden, sinkt der innere Druck. Psychologische Sicherheit ist einer der wichtigsten Faktoren für gesunde Teams und stabile Beziehungen. 2. Selbstwirksamkeit Konkrete Rückmeldungen zeigen: „Ich bewirke etwas.“ Selbstwirksamkeit ist ein zentraler Resilienzfaktor und schützt vor Erschöpfung. 3. Soziale Verbundenheit Das Gefühl, gesehen zu werden, aktiviert Bindungssysteme im Gehirn. Verbundenheit reduziert Stressreaktionen und fördert emotionale Stabilität. 4. Identitätsstabilität ohne Rollenfixierung Ich-Botschaften schreiben niemanden fest. Sie lassen Entwicklung zu. Das schafft Freiheit statt Erwartungsdruck. 5 Sätze für ein aufrichtiges Kompliment Hier sind fünf Beispiele für gesundheitsförderliche Komplimente – inspiriert vom 5-Sätze-Freitag: „Ich fühle mich von dir ernst genommen.“ „Ich empfinde unsere Zusammenarbeit als wertschätzend.“ „Deine Art zu denken erweitert meinen Blick.“ „Das Gespräch mit dir hat mir gutgetan.“ „Mich inspiriert, wie ruhig du bleibst, auch wenn es hektisch wird.“ Sie sind: konkret wirkungsorientiert beziehungsstärkend regulierend Komplimente im Beruf: Warum sie Führung verändern Gerade im Business-Kontext wird Wertschätzung oft funktional eingesetzt. Doch gesunde Führung bedeutet: Nicht Motivation erzeugen. Sondern Menschen stabilisieren. Wenn Führungskräfte sagen: „Ich fühle mich durch deine Klarheit gut orientiert“ statt „Du bist eine starke Führungskraft“ … entsteht weniger Leistungsdruck und mehr Vertrauen. Und Vertrauen ist ein Gesundheitsfaktor. Fazit: Worte sind Biochemie Ein aufrichtiges Kompliment ist kein netter Zusatz. Es ist Beziehungsarbeit. Es ist Gesundheitsprävention. Gesunde Kommunikation beginnt dort, wo wir Wirkung bewusst gestalten. Am Welttag des Kompliments können wir uns deshalb fragen: Möchte ich bewerten? Oder verbinden? Nicht größer loben, sondern klarer wahrnehmen. Let’s grow. Deine Lisa von WORDSEED









