Aus welchem Grund dir ein Warum nicht hilft

Lisa Holtmeier • 8. November 2019

Insbesondere in den schwierigen Situationen des Lebens stellen wir häufig eine Frage: WARUM?


❔Warum passiert das ausgerechnet mir?
❔Warum passiert das schon wieder?
❔Warum macht er oder sie das mit mir?
❔Warum tut er oder sie mir das an?


Das sind die Momente im Leben, in denen wir den Eindruck haben, die ganze Welt sei gegen uns. Momente gefüllt von Traurigkeit, Wut, Unverständnis und Angst. Man lässt schließlich nicht das ganze Leid über sich ergehen, wenn man nicht mal weiß, warum man das aushalten soll. Deshalb macht diese Frage nach dem Warum vielleicht kurzfristig Sinn. Doch wie sieht das mittel- und langfristig aus? Hilft es dir dann wirklich zu wissen, warum dich jemand hat sitzen lassen oder warum dieses Unglück passiert ist?


Ich glaube nicht. Was langfristig hilft, ist das Annehmen und Akzeptieren der Situation. Ja, ich weiß, das ist sehr viel verlangt. Aber glaube mir, wenn du einen ständigen Kampf mit dir und deiner Vergangenheit führst, wirst du nicht glücklicher. Ich behaupte sogar, ganz im Gegenteil, deine Verzweiflung nimmt zu und dein Unglück auch. Wer in der Vergangenheit lebt, verpasst die Gegenwart und kann die Zukunft nicht gestalten. Das wäre sehr traurig, denn die Welt da draußen braucht dich. Ja, du hast richtig gelesen, DICH!


Ein Schritt in die richtige Richtung wäre, sich einzugestehen und zu erlauben, traurig sein zu dürfen. Wenn du liebevoll mit dir selbst bist und sagst: „Ja, das ist gerade richtig schmerzhaft und es tut mir weh“ ist dein Blick offen für Lösungen, weil du aufhörst zu kämpfen. Du entwickelst einen Chancenblick. .


Ich wünsche dir einen super Tag.
High Five!
Deine Lisa von WORDSEED
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Viele Menschen haben gute Argumente. Trotzdem überzeugen sie andere nicht. Warum? Weil Überzeugungskraft nicht nur davon abhängt, was wir sagen, sondern auch davon, wie wir ein Gespräch beginnen. Wer direkt widerspricht oder mit Gegenargumenten startet, erzeugt häufig Widerstand. Wer hingegen eine Gesprächsatmosphäre schafft, in der sich Menschen gehört und respektiert fühlen, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die eigenen Argumente überhaupt aufgenommen werden. Was macht eine gute Argumentation aus? Viele denken bei Argumentation an Fakten, Zahlen und logische Schlussfolgerungen. Diese Elemente sind wichtig. Doch erfolgreiche Kommunikation besteht aus mehr als sachlichen Argumenten. Eine gute Argumentation zeichnet sich dadurch aus, dass sie: respektvoll formuliert ist neugierig statt belehrend wirkt unterschiedliche Perspektiven zulässt Verständnis signalisiert zum Nachdenken einlädt Warum Menschen auf Argumente oft mit Widerstand reagieren Sobald Menschen das Gefühl haben, ihre Meinung werde angegriffen, schalten sie häufig in einen Verteidigungsmodus. Dann geht es nicht mehr um die Sache. Es geht darum, die eigene Position zu schützen. Deshalb ist die Einleitung einer Argumentation oft wichtiger als das Argument selbst. 5 Formulierungen für bessere Argumentationen 1. „Ich habe noch eine andere Perspektive auf das Thema. Ist es okay für dich, wenn ich meinen Gedanken dazu teile?“ Dieser Satz schafft Zustimmung, bevor das eigentliche Argument beginnt. 2. „Ich verstehe deinen Punkt. Gleichzeitig frage ich mich, ob ...“ Eine wertschätzende Möglichkeit, eine andere Sichtweise einzubringen. 3. „Vielleicht übersehe ich etwas. Gleichzeitig nehme ich es so wahr ...“ Diese Formulierung wirkt offen und selbstreflektiert. 4. „Mich würde interessieren, wie du diesen Aspekt siehst ...“ Menschen hören besser zu, wenn sie selbst beteiligt werden. 5. „Eine Sache beschäftigt mich dabei noch ...“ Ein sanfter Einstieg, der Neugier weckt statt Widerstand auszulösen. Die Bedeutung von Neugier in Gesprächen Wer überzeugen möchte, sollte nicht nur reden. Er sollte auch zuhören. Deshalb gehören gute Fragen zu den wichtigsten Werkzeugen erfolgreicher Kommunikation. Zum Beispiel: Was ist dir daran besonders wichtig? Wie bist du zu dieser Meinung gekommen? Welche Erfahrungen spielen dabei eine Rolle? Was wäre aus deiner Sicht die beste Lösung? Die stärksten Argumente entstehen in Verbindung Menschen ändern ihre Meinung selten, weil sie sich unterlegen fühlen. Sie öffnen sich für neue Gedanken häufig erst dann, wenn sie sich verstanden fühlen. Deshalb geht es bei guter Gesprächsführung nicht darum, Diskussionen zu gewinnen. Es geht darum, Räume zu schaffen, in denen unterschiedliche Perspektiven nebeneinander existieren dürfen. Fazit Eine gute Argumentation beginnt nicht mit dem stärksten Argument. Sie beginnt mit Respekt, Interesse und echter Gesprächsbereitschaft. Wer Menschen verstehen möchte, bevor er sie überzeugen will, schafft die Grundlage für konstruktive Gespräche, bessere Beziehungen und nachhaltige Verständigung. Denn oft überzeugt nicht das bessere Argument. Sondern die bessere Art, es einzuleiten.
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