Big 5 Lösungsblockaden

Lisa Holtmeier • 10. Dezember 2021

nach Dr. Michael Bohne

Hast du schon das inspirierende Podcastinterview mit Dr. Michael Bohne gehört?🎧

Er erklärt im Interview die “Big Five Lösungsblockaden”. Unsere persönliche Weiterentwicklung stockt manchmal oder wir kommen über einen bestimmten Punkt einfach nicht hinaus. Dr. Michael Bohne hat herausgefunden, dass dies zumeist an den Big Five Lösungsblockaden liegt. Eine oder mehrere dieser Blockaden treffen oftmals zu. Meinen Coachingalltag haben diese Erkenntnisse eminent bereichert. Allein die Erkenntnisse der Big Five Lösungsblockaden ist ein richtiger game changer.


Selbstvorwurf - “Ich hätte das besser wissen müssen” / “Ich muss mich besser um mich kümmern” …

Fremdvorwurf - “Mein Vater hätte sich besser um mich kümmern müssen” / “Meine Lehrerin hat mir immer das Gefühl gegeben, dumm zu sein”

Erwartungshaltung an andere - “Mein Partner kann ruhig etwas einfühlsamer mit mir sein” / “Meine Chefin sollte mich mehr loben” / “Ich erwarte, dass sich XY bei mir entschuldigt”

Altersregression - “Wenn ich meine Meinung sagen muss, bekomme ich kein Wort raus. Ich fühle mich, wie ein Schulkind” / “Vor meinem Chef fühle ich mich als wäre ich 5 Jahre alt”.

Parafunktionale Loyalitäten - “Unsere Familie hatte schon immer Geldsorgen, dann kann ich ja nicht finanziell unabhängig sein” / “Meine Mutter war nie richtig glücklich, ich kann kein glückliches Leben führen”


Allein die Erkenntnisse, warum die Coachees an diesem Punkt immer wieder an ihre Grenzen gestoßen sind, ist schon unheimlich heilsam. Wenn diese Lösungsblockaden dann anschließend nach und nach aufgelöst werden, ist das einfach unglaublich.

Hier geht es zur Folge


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Viele Menschen haben gute Argumente. Trotzdem überzeugen sie andere nicht. Warum? Weil Überzeugungskraft nicht nur davon abhängt, was wir sagen, sondern auch davon, wie wir ein Gespräch beginnen. Wer direkt widerspricht oder mit Gegenargumenten startet, erzeugt häufig Widerstand. Wer hingegen eine Gesprächsatmosphäre schafft, in der sich Menschen gehört und respektiert fühlen, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die eigenen Argumente überhaupt aufgenommen werden. Was macht eine gute Argumentation aus? Viele denken bei Argumentation an Fakten, Zahlen und logische Schlussfolgerungen. Diese Elemente sind wichtig. Doch erfolgreiche Kommunikation besteht aus mehr als sachlichen Argumenten. Eine gute Argumentation zeichnet sich dadurch aus, dass sie: respektvoll formuliert ist neugierig statt belehrend wirkt unterschiedliche Perspektiven zulässt Verständnis signalisiert zum Nachdenken einlädt Warum Menschen auf Argumente oft mit Widerstand reagieren Sobald Menschen das Gefühl haben, ihre Meinung werde angegriffen, schalten sie häufig in einen Verteidigungsmodus. Dann geht es nicht mehr um die Sache. Es geht darum, die eigene Position zu schützen. Deshalb ist die Einleitung einer Argumentation oft wichtiger als das Argument selbst. 5 Formulierungen für bessere Argumentationen 1. „Ich habe noch eine andere Perspektive auf das Thema. Ist es okay für dich, wenn ich meinen Gedanken dazu teile?“ Dieser Satz schafft Zustimmung, bevor das eigentliche Argument beginnt. 2. „Ich verstehe deinen Punkt. Gleichzeitig frage ich mich, ob ...“ Eine wertschätzende Möglichkeit, eine andere Sichtweise einzubringen. 3. „Vielleicht übersehe ich etwas. Gleichzeitig nehme ich es so wahr ...“ Diese Formulierung wirkt offen und selbstreflektiert. 4. „Mich würde interessieren, wie du diesen Aspekt siehst ...“ Menschen hören besser zu, wenn sie selbst beteiligt werden. 5. „Eine Sache beschäftigt mich dabei noch ...“ Ein sanfter Einstieg, der Neugier weckt statt Widerstand auszulösen. Die Bedeutung von Neugier in Gesprächen Wer überzeugen möchte, sollte nicht nur reden. Er sollte auch zuhören. Deshalb gehören gute Fragen zu den wichtigsten Werkzeugen erfolgreicher Kommunikation. Zum Beispiel: Was ist dir daran besonders wichtig? Wie bist du zu dieser Meinung gekommen? Welche Erfahrungen spielen dabei eine Rolle? Was wäre aus deiner Sicht die beste Lösung? Die stärksten Argumente entstehen in Verbindung Menschen ändern ihre Meinung selten, weil sie sich unterlegen fühlen. Sie öffnen sich für neue Gedanken häufig erst dann, wenn sie sich verstanden fühlen. Deshalb geht es bei guter Gesprächsführung nicht darum, Diskussionen zu gewinnen. Es geht darum, Räume zu schaffen, in denen unterschiedliche Perspektiven nebeneinander existieren dürfen. Fazit Eine gute Argumentation beginnt nicht mit dem stärksten Argument. Sie beginnt mit Respekt, Interesse und echter Gesprächsbereitschaft. Wer Menschen verstehen möchte, bevor er sie überzeugen will, schafft die Grundlage für konstruktive Gespräche, bessere Beziehungen und nachhaltige Verständigung. Denn oft überzeugt nicht das bessere Argument. Sondern die bessere Art, es einzuleiten.
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