Lass dich nicht blenden

Lisa Holtmeier • 12. August 2020

❇Jeder Mensch kennt das Gefühl unsicher zu sein.
❇Jeder Mensch kennt das Gefühl im Zwiespalt zu sein.
❇Jeder Mensch ist manchmal unzufrieden.
Ich bin mir da ziemlich sicher. Doch kaum einer zeigt es.

Ich möchte mich da gar nicht rausnehmen. Natürlich fällt es auch mir leichter, mich an sonnigen und bunten Tagen zu zeigen. Aber auch ich habe Tage und Momente, in denen ich zweifel und unsicher bin.
Ich liebe das, was ich mit WORDSEED tue. Doch ist es meine Lebensvision? Mein großes Warum, wie es heutzutage heißt? Ich weiß es nicht, weil ich ja gar nicht weiß, was mich auf meiner Lebensreise noch erwartet. Ich kann dir sagen, dass es mir Spaß macht und ich das Gefühl habe, damit etwas Sinnvolles zu tun. Das reicht mir tatsächlich für´s Erste. Manche Menschen waren mit ihrem Beruf zufrieden, dann hörten sie, dass jeder Mensch eine Lebensvision haben könnte/sollte/müsste und plötzlich waren sie nur noch halb so zufrieden. Auf einmal ist dort der Vergleich und der innere Dialog der sagt: “Schau mal bei denen sieht das alles so toll und erfüllt aus. Die sind alle total glücklich. Bist du eigentlich wirklich glücklich und zufrieden? “
Wir beginnen zu hinterfragen. Manchmal ist das gut und manchmal nicht.

Morgen geht die Schlagfertigkeitswerkstatt online. Mein erster online Kurs ist nun endlich fertig. Ich habe so viel Liebe, Zeit und Hirnschmalz investiert. Ich freue mich so sehr und dennoch bin ich angespannt. Ich hoffe, dass alles gut klappt. Ich hoffe, dass ich euch damit weiterhelfen kann. Ich hoffe, dass euch die Tools mindestens genauso gut helfen, wie mir. “Nur” weil ich diesen online Kurs fertiggestellt habe, bin ich jetzt nicht glücklicher oder ein besserer Mensch. Ich habe es gemacht, weil es mir Freude bereitet hat. Ich habe es gemacht, weil es mir am Herzen liegt. Ich habe es gemacht, weil ich das Gefühl habe damit einen Mehrwert bieten zu können und trotzdem mache ich mir Gedanken.
Weißt du was? Das ist völlig in Ordnung. Ich bin auch nur ein Mensch, so wie du. Ich habe meine Herausforderungen und meine Durststrecken. Mal habe ich ganz viel Energie und mal nicht. Alles darf so sein.

Lass dich nicht blenden.
Du bist genug!❤

NUR LIEBE
Deine Lisa

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Warum gutes Feedback oft schon an den ersten Worten scheitert „Ich will nicht zu pingelig sein, aber ...“ Kennst du solche Formulierungen? Viele Menschen entschuldigen ihr Feedback, bevor sie es überhaupt ausgesprochen haben. Besonders Führungskräfte, Praxisinhaber*innen und Menschen, die niemanden verletzen möchten, nutzen solche Einleitungen regelmäßig. Das Problem: Wer sein Feedback vorab abschwächt, signalisiert unbewusst Unsicherheit. Dabei ist konstruktives Feedback eine der wichtigsten Grundlagen für gesunde Kommunikation, gute Zusammenarbeit und persönliches Wachstum. Warum wir Feedback oft abschwächen Die meisten Menschen haben nicht gelernt, Feedback klar und wertschätzend zu formulieren. Stattdessen versuchen sie häufig: Konflikte zu vermeiden Ablehnung zu verhindern besonders freundlich zu wirken niemanden zu verletzen Das führt dazu, dass wichtige Botschaften unnötig abgeschwächt werden. 1. Statt: „Ich will nicht zu pingelig sein, aber ...“ Besser: „Mir ist ein Detail aufgefallen, das ich gern mit dir besprechen möchte.“ Diese Formulierung wirkt klar, respektvoll und professionell. 2. Statt: „Das ist jetzt nicht böse gemeint, aber ...“ Besser: „Ich möchte etwas ansprechen, das mir aufgefallen ist.“ Wer ankündigt, dass etwas „nicht böse gemeint“ ist, erzeugt häufig genau die gegenteilige Erwartung. 3. Statt: „Ich hoffe, es ist okay, wenn ich das so offen anspreche ...“ Besser: „Ich möchte etwas offen ansprechen.“ Offene Kommunikation braucht keine Entschuldigung. 4. Statt: „Ich finde soweit alles gut, aber ...“ Besser: „Besonders gelungen finde ich XY. Gleichzeitig habe ich noch einen Gedanken zu ...“ Das Wort „aber“ löscht oft alles, was davor gesagt wurde. Deshalb ist es sinnvoll, Anerkennung und Entwicklungsideen bewusst nebeneinander stehen zu lassen. 5. Statt: „Das ist echt nicht schlecht.“ Besser: „Das ist richtig gelungen.“ Menschen profitieren von konkretem und eindeutigem Lob. Gute Feedbackgespräche beginnen mit klarer Sprache Gesunde Kommunikation bedeutet nicht, alles weichzuspülen. Gesunde Kommunikation bedeutet, Dinge klar anzusprechen, ohne andere abzuwerten oder die eigene Botschaft kleinzumachen. Denn oft entscheidet nicht der Inhalt darüber, wie Feedback ankommt. Sondern die ersten Worte. Fazit Wer Feedback geben möchte, muss sich dafür nicht entschuldigen. Je klarer und wertschätzender wir kommunizieren, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass unser Gegenüber zuhören, verstehen und sich weiterentwickeln kann. Gutes Feedback beginnt häufig mit einer kleinen Veränderung der Wortwahl – und genau diese Veränderung kann einen großen Unterschied machen.
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Kennst du das? Ein Gespräch beginnt sachlich und plötzlich wird daraus eine hitzige Diskussion. Die Stimmung kippt, beide Seiten verteidigen ihre Position und niemand hört dem anderen mehr wirklich zu. Dabei scheitern viele Gespräche nicht an unterschiedlichen Meinungen. Sie scheitern daran, dass Menschen sich nicht verstanden fühlen. Die gute Nachricht: Oft reichen bereits kleine Veränderungen in unserer Sprache, um Konflikte zu entschärfen und Gespräche wieder konstruktiv zu gestalten. Warum Diskussionen eskalieren Wenn Menschen das Gefühl haben, angegriffen oder missverstanden zu werden, aktiviert sich häufig ein innerer Verteidigungsmodus. Anstatt zuzuhören, konzentrieren wir uns darauf: unsere Meinung zu verteidigen Gegenargumente zu finden Recht zu behalten Dadurch entstehen Fronten. Genau hier kann eine wertschätzende Kommunikation einen Unterschied machen. 5 Sätze, die Diskussionen entschärfen können 1. „Ich kann nachvollziehen, warum dir das wichtig ist.“ Dieser Satz signalisiert Verständnis, ohne automatisch Zustimmung auszudrücken. 2. „Hilf mir, deinen Gedanken noch besser zu verstehen.“ Wer Fragen stellt, zeigt echtes Interesse statt Widerstand. 3. „Da sind wir gar nicht so weit auseinander, wie es gerade wirkt.“ Gemeinsamkeiten schaffen Verbindung. 4. „Vielleicht betrachten wir gerade unterschiedliche Aspekte derselben Situation.“ Dieser Satz öffnet neue Perspektiven, ohne die Sichtweise des anderen abzuwerten. 5. „Ich sehe das etwas anders und finde deinen Punkt trotzdem nachvollziehbar.“ Eine der wichtigsten Fähigkeiten in gesunder Kommunikation: Unterschiedliche Meinungen aushalten können. Warum Fragen oft wichtiger sind als Argumente Viele Menschen versuchen, Konflikte durch bessere Argumente zu lösen. Häufig hilfreicher sind jedoch gute Fragen: Wie bist du zu dieser Sichtweise gekommen? Was ist dir daran besonders wichtig? Welche Erfahrungen haben deine Meinung geprägt? Habe ich dich richtig verstanden, dass ...? Diese Fragen helfen dabei, die Werte und Bedürfnisse hinter einer Meinung zu erkennen. Verstehen bedeutet nicht zustimmen Ein weit verbreiteter Irrtum lautet: „Wenn ich Verständnis zeige, gebe ich dem anderen Recht.“ Das stimmt nicht. Du kannst die Perspektive eines Menschen nachvollziehen, ohne dieselbe Meinung zu vertreten. Gerade diese Fähigkeit macht schwierige Gespräche oft deutlich leichter. Fazit Menschen öffnen ihre Ohren häufig erst dann, wenn sie sich verstanden fühlen. Wer weniger bewertet, mehr fragt und neugierig bleibt, schafft die Grundlage für bessere Gespräche, weniger Konflikte und mehr gegenseitiges Verständnis. Denn gute Kommunikation beginnt nicht mit dem Wunsch zu überzeugen. Sie beginnt mit dem Wunsch zu verstehen.
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