Meine Woche als Zahnfee

Lisa Holtmeier • 25. September 2020

Meine Woche als Nachwuchs-Zahnfee

Ich durfte diese Woche als kleine Nachwuchs-Zahnfee die Zahnarztpraxis meiner Mama unterstützen. Es war eine unglaublich spannende und vielseitige Woche. Die Zahnfeen, die bei meiner Mama arbeiten, haben mir ganz geduldig und liebevoll meine Aufgaben erklärt und standen mir jederzeit zur Seite.
Zu meinen Aufgaben gehörten viele Tätigkeiten, die eine Zahnfee im Behandlungszimmer assistieren darf. Ich durfte dabei sein, wenn Füllungen gemacht wurden, Diagnostiken durchgeführt und Befunde besprochen wurden.... und vieles, vieles mehr. Alles wurde natürlich penibel dokumentiert. Von Apex wie Wurzelspitze über Zahnersatz bis Zahnstein war alles dabei. Mein jüngster Patient in dieser Woche war ein Jahr alt und die älteste Patientin sage und schreibe 90 Jahre und topfit. Was für ein vielseitiger Beruf. Ich habe so viel lernen und erleben dürfen. Sehr faszinierend war für mich die Entfernung eines Zahnes: Durch hypnotische Sprachmuster heilte die Wunde wie von Zauberhand. Ein klares “Stop!” wurde gesagt und die Wunde hörte auf zu bluten. Mir fielen bald die Augen aus dem Kopf. Worte sind mehr als Sprache, liebe Freunde.

Ebenfalls habe ich viel über die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit erfahren. Ich durfte bei vielen Telefonaten z.B. mit Kieferorthopäden, MKG-Chirurg*innen, Endodontologen dabei sein oder auch bei direkten interdis. Zusammenarbeit in der Praxis z.B. mit den Zahntechnikern. Es war immer wieder ein Gänsehautmoment, wenn Patient*innen ihren fertigen Zahnersatz bekamen. Die Freude und Dankbarkeit der Patient*innen ist kaum zu beschreiben. Dieser Moment wird feierlich mit allen Teammitgliedern zelebriert.
Nächste Woche Montag & Donnerstag bin ich wieder dort und freue mich auf die Patient*innen und natürlich das liebevolle und herzliche Team. Auch in der Zahnmedizin ist der Fachkräftemangel omnipräsent. Einer der Gründe, weshalb ich zur Unterstützung dort bin und auch noch das gesamte Jahr zweimal wöchentlich dort sein werde.
Es gibt einen freien Platz im Team. Wenn du schlau bist, bewirbst du dich jetzt unter: info@diebohrinsel.de 😊
Mehr Info´s zur Praxis findest du auf: www.diebohrinsel.de


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„Du bist einfach großartig.“ Klingt schön. Und trotzdem fühlt es sich manchmal seltsam an. Warum? Weil viele Komplimente nicht verbinden – sondern subtil Druck erzeugen. Am 02.03. ist Welttag des Kompliments. Doch statt mehr Nettigkeiten zu verteilen, lohnt sich eine wichtigere Frage: Was macht ein aufrichtiges Kompliment wirklich gesundheitsförderlich? Als Begründerin der gesunden Kommunikation erlebe ich täglich: Worte wirken. Immer. Und sie wirken biologisch. Was passiert im Gehirn, wenn wir Wertschätzung erleben? Studien aus der Sozial- und Neurowissenschaft zeigen: Soziale Anerkennung aktiviert das Belohnungssystem (Dopamin-Ausschüttung). Wertschätzung senkt Stressmarker wie Cortisol. Zugehörigkeit wirkt als Schutzfaktor gegen psychische Belastung. Positive soziale Rückmeldungen erhöhen Kooperationsbereitschaft. Kurz gesagt: Ein echtes Kompliment ist keine Höflichkeitsgeste. Es ist eine Intervention ins Nervensystem. Menschen brauchen nicht nur Nahrung und Schlaf. Sie brauchen soziale Resonanz. Warum viele Komplimente unbewusst Druck machen „Du bist immer so stark.“ „Du bist perfekt für diese Rolle.“ „Du bist so schön unkompliziert.“ Solche Aussagen klingen wertschätzend – und können trotzdem Stress erzeugen. Warum? Weil sie Identität festschreiben. Unser Nervensystem registriert: Erwartung Bewertung Rollenfixierung Das kann psychologische Sicherheit reduzieren. Gesunde Kommunikation bedeutet deshalb nicht: mehr loben. Sondern bewusster sprechen. Diese Form der wertschätzenden Kommunikation wirkt gesundheitsförderlicher, weil sie vier zentrale Schutzfaktoren stärkt: 1. Psychologische Sicherheit Wenn Menschen nicht bewertet, sondern in ihrer Wirkung gesehen werden, sinkt der innere Druck. Psychologische Sicherheit ist einer der wichtigsten Faktoren für gesunde Teams und stabile Beziehungen. 2. Selbstwirksamkeit Konkrete Rückmeldungen zeigen: „Ich bewirke etwas.“ Selbstwirksamkeit ist ein zentraler Resilienzfaktor und schützt vor Erschöpfung. 3. Soziale Verbundenheit Das Gefühl, gesehen zu werden, aktiviert Bindungssysteme im Gehirn. Verbundenheit reduziert Stressreaktionen und fördert emotionale Stabilität. 4. Identitätsstabilität ohne Rollenfixierung Ich-Botschaften schreiben niemanden fest. Sie lassen Entwicklung zu. Das schafft Freiheit statt Erwartungsdruck. 5 Sätze für ein aufrichtiges Kompliment Hier sind fünf Beispiele für gesundheitsförderliche Komplimente – inspiriert vom 5-Sätze-Freitag: „Ich fühle mich von dir ernst genommen.“ „Ich empfinde unsere Zusammenarbeit als wertschätzend.“ „Deine Art zu denken erweitert meinen Blick.“ „Das Gespräch mit dir hat mir gutgetan.“ „Mich inspiriert, wie ruhig du bleibst, auch wenn es hektisch wird.“ Sie sind: konkret wirkungsorientiert beziehungsstärkend regulierend Komplimente im Beruf: Warum sie Führung verändern Gerade im Business-Kontext wird Wertschätzung oft funktional eingesetzt. Doch gesunde Führung bedeutet: Nicht Motivation erzeugen. Sondern Menschen stabilisieren. Wenn Führungskräfte sagen: „Ich fühle mich durch deine Klarheit gut orientiert“ statt „Du bist eine starke Führungskraft“ … entsteht weniger Leistungsdruck und mehr Vertrauen. Und Vertrauen ist ein Gesundheitsfaktor. Fazit: Worte sind Biochemie Ein aufrichtiges Kompliment ist kein netter Zusatz. Es ist Beziehungsarbeit. Es ist Gesundheitsprävention. Gesunde Kommunikation beginnt dort, wo wir Wirkung bewusst gestalten. Am Welttag des Kompliments können wir uns deshalb fragen: Möchte ich bewerten? Oder verbinden? Nicht größer loben, sondern klarer wahrnehmen. Let’s grow. Deine Lisa von WORDSEED
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