Sätze für schwierige Situationen

Lisa Holtmeier • 28. Februar 2022

Wenn die Stimmung zu drohen kippte, ein Diskussionsfeuer kurz vor dem Entfachen war oder eine herausforderndes Gespräch vor mir lag, war ich in der Vergangenheit immer sehr gestresst. Dadurch diesen hohen Stresspegel wusste ich gar nicht so recht, was ich sagen sollte. Ich war sprachlos, hilflos, gestresst und unsicher. Ich redete mich um Kopf & Kragen, widersprach mir ständig und rechtfertigte mich nahtlos. Nach den Situationen war ich erst heilfroh, dass sie vorbei waren und anschließend echt sauer auf mich, dass ich sie nicht souveräner habe lösen können. Zudem hoffte ich inständig, dass ich nie wieder in eine solche Situation kommen würde. Eine zeitlang wusste ich solche Situation zu vermeiden, indem ich meine Meinung einfach immer angepasst habe, um bloß keine kommunikative Unruhe zu provozieren. Eine nachhaltig gesunde Lösung war das nicht, jedoch war es das einzige Mittel, was mir zu diesem Zeitpunkt eingefallen ist.

Mittlerweile habe ich immer ein paar Sätze oder Satzanfänge in meinem “Kommunikativen-Notfall-Köfferchen”, was mindestens genauso gut ausgestattet ist, wie ein moderner Rettungswagen. Genau diesen Tipp möchte ich dir gerne mitgeben: Bevor du in ein Gespräch gehst, überlege dir, was du sagen möchtest bzw. wie du beginnen willst. Wenn der Anfang erst einmal gemacht ist, nimmt das Gespräch oft von allein Fahrt auf. In allen anderen Situationen, die nicht so “einfach” vorhersehbar sind, empfehle ich dir, dass du dir ein paar Sätze zurechtlegst, die du im Notfall verwenden könntest. Ein paar solcher Sätze habe ich dir heute mitgebracht.

⚠️WICHTIG: Es kommt natürlich sehr darauf an, wie du diese Sätze sagst, denn in einer brisanten Situation kann jeder Satz bedrohlich wirken. Selbst der Satz: “Ich mache jetzt Tomatensalat” kann ich einer hitzigen Debatte provozierend wirken 😅😂

⚠️Denk bitte daran: Du bist nicht unbedingt “Schuld”, wenn sich jemand durch dich provoziert fühlt. Manche Sätze kannst du noch so liebevoll verpacken, wenn ich sie falsch verstehen will, dann wird mir das gelingen!

Let´s grow!🌱
Deine Lisa von WORDSEED®
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Warum gutes Feedback oft schon an den ersten Worten scheitert „Ich will nicht zu pingelig sein, aber ...“ Kennst du solche Formulierungen? Viele Menschen entschuldigen ihr Feedback, bevor sie es überhaupt ausgesprochen haben. Besonders Führungskräfte, Praxisinhaber*innen und Menschen, die niemanden verletzen möchten, nutzen solche Einleitungen regelmäßig. Das Problem: Wer sein Feedback vorab abschwächt, signalisiert unbewusst Unsicherheit. Dabei ist konstruktives Feedback eine der wichtigsten Grundlagen für gesunde Kommunikation, gute Zusammenarbeit und persönliches Wachstum. Warum wir Feedback oft abschwächen Die meisten Menschen haben nicht gelernt, Feedback klar und wertschätzend zu formulieren. Stattdessen versuchen sie häufig: Konflikte zu vermeiden Ablehnung zu verhindern besonders freundlich zu wirken niemanden zu verletzen Das führt dazu, dass wichtige Botschaften unnötig abgeschwächt werden. 1. Statt: „Ich will nicht zu pingelig sein, aber ...“ Besser: „Mir ist ein Detail aufgefallen, das ich gern mit dir besprechen möchte.“ Diese Formulierung wirkt klar, respektvoll und professionell. 2. Statt: „Das ist jetzt nicht böse gemeint, aber ...“ Besser: „Ich möchte etwas ansprechen, das mir aufgefallen ist.“ Wer ankündigt, dass etwas „nicht böse gemeint“ ist, erzeugt häufig genau die gegenteilige Erwartung. 3. Statt: „Ich hoffe, es ist okay, wenn ich das so offen anspreche ...“ Besser: „Ich möchte etwas offen ansprechen.“ Offene Kommunikation braucht keine Entschuldigung. 4. Statt: „Ich finde soweit alles gut, aber ...“ Besser: „Besonders gelungen finde ich XY. Gleichzeitig habe ich noch einen Gedanken zu ...“ Das Wort „aber“ löscht oft alles, was davor gesagt wurde. Deshalb ist es sinnvoll, Anerkennung und Entwicklungsideen bewusst nebeneinander stehen zu lassen. 5. Statt: „Das ist echt nicht schlecht.“ Besser: „Das ist richtig gelungen.“ Menschen profitieren von konkretem und eindeutigem Lob. Gute Feedbackgespräche beginnen mit klarer Sprache Gesunde Kommunikation bedeutet nicht, alles weichzuspülen. Gesunde Kommunikation bedeutet, Dinge klar anzusprechen, ohne andere abzuwerten oder die eigene Botschaft kleinzumachen. Denn oft entscheidet nicht der Inhalt darüber, wie Feedback ankommt. Sondern die ersten Worte. Fazit Wer Feedback geben möchte, muss sich dafür nicht entschuldigen. Je klarer und wertschätzender wir kommunizieren, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass unser Gegenüber zuhören, verstehen und sich weiterentwickeln kann. Gutes Feedback beginnt häufig mit einer kleinen Veränderung der Wortwahl – und genau diese Veränderung kann einen großen Unterschied machen.
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