Sagst du ständig ja
Lisa Holtmeier • 22. Juli 2024

𝓢𝓪𝓰𝓼𝓽 𝓭𝓾 𝓼𝓽ä𝓷𝓭𝓲𝓰 "𝓙𝓐"?
𝒦𝒶𝓃𝓃𝓈𝓉 𝒹𝓊 𝒹𝒶𝓈 𝓃ℴ𝒸𝒽 𝓈𝒸𝒽𝓃ℯ𝓁𝓁 ü𝒷ℯ𝓇𝓃ℯ𝒽𝓂ℯ𝓃?
ℋ𝒶𝓈𝓉 𝒹𝓊 𝓀𝓊𝓇𝓏 𝒵ℯ𝒾𝓉?
Erwischst du dich manchmal dabei einfach “Ja” zu sagen, obwohl du lieber “nein” sagen willst? Vielleicht fällt es dir grundsätzlich schwer, nein zu sagen oder du sagst vor allem in stressigen Situationen “ja” und bist dann anschließend doppelt gestresst 🤯.
Dieses Phänomen kennen sowohl Führungspersonen als auch Mitarbeitende! Es gibt eine ganz simple Lösung dafür 😎.
Was wir uns zunächst bewusst machen dürfen 💡:
➡️ In Stresssituationen denken wir weniger ➡️ das führt schneller zu einem "Ja" ➡️ das wiederum erhöht den Stresspegel ➡️ und wir neigen noch häufiger zum Ja-sagen
🔄 Ihr merkt: Es handelt sich um einen echten Kreislauf.
Hier ein paar gedankliche Fallstricke
❌ Ich muss mir immer sofort Zeit nehmen, sonst wirke in unhöflich
❌ Andere fühlen sich nicht ernst genommen, wenn ich mir nicht immer sofort Zeit nehme
❌ Es hat etwas mit Zuverlässigkeit zutun, wenn ich "ja" sage
Triff lieber zuverlässige Aussagen als "ja" zu sagen und es dann doch nicht zu tun oder nicht zuverlässig zu schaffen. Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum und den sollten wir alle viel mehr nutzen.
Wann auch immer es geht, nutze folgenden Satz: "Ich mache mir super gern Gedanken dazu und gebe dir XY eine Rückmeldung."
Mit diesem kleinen Zaubersatz
✅ baust du Stress ab
✅ triffst zuverlässigere Aussagen
✅ vermittelst du, dass du das Anliegen ernst nimmst
✅ achtest du auf den Mental Load
Folg mir gern für mehr clevere Kommunikationstipps ❤️.
Let´s grow! 🌱
Deine Lisa von WORDSEED®
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PS: Schau dir auch gern das Video zum Beitrag an ⬇️

„Du bist einfach großartig.“ Klingt schön. Und trotzdem fühlt es sich manchmal seltsam an. Warum? Weil viele Komplimente nicht verbinden – sondern subtil Druck erzeugen. Am 02.03. ist Welttag des Kompliments. Doch statt mehr Nettigkeiten zu verteilen, lohnt sich eine wichtigere Frage: Was macht ein aufrichtiges Kompliment wirklich gesundheitsförderlich? Als Begründerin der gesunden Kommunikation erlebe ich täglich: Worte wirken. Immer. Und sie wirken biologisch. Was passiert im Gehirn, wenn wir Wertschätzung erleben? Studien aus der Sozial- und Neurowissenschaft zeigen: Soziale Anerkennung aktiviert das Belohnungssystem (Dopamin-Ausschüttung). Wertschätzung senkt Stressmarker wie Cortisol. Zugehörigkeit wirkt als Schutzfaktor gegen psychische Belastung. Positive soziale Rückmeldungen erhöhen Kooperationsbereitschaft. Kurz gesagt: Ein echtes Kompliment ist keine Höflichkeitsgeste. Es ist eine Intervention ins Nervensystem. Menschen brauchen nicht nur Nahrung und Schlaf. Sie brauchen soziale Resonanz. Warum viele Komplimente unbewusst Druck machen „Du bist immer so stark.“ „Du bist perfekt für diese Rolle.“ „Du bist so schön unkompliziert.“ Solche Aussagen klingen wertschätzend – und können trotzdem Stress erzeugen. Warum? Weil sie Identität festschreiben. Unser Nervensystem registriert: Erwartung Bewertung Rollenfixierung Das kann psychologische Sicherheit reduzieren. Gesunde Kommunikation bedeutet deshalb nicht: mehr loben. Sondern bewusster sprechen. Diese Form der wertschätzenden Kommunikation wirkt gesundheitsförderlicher, weil sie vier zentrale Schutzfaktoren stärkt: 1. Psychologische Sicherheit Wenn Menschen nicht bewertet, sondern in ihrer Wirkung gesehen werden, sinkt der innere Druck. Psychologische Sicherheit ist einer der wichtigsten Faktoren für gesunde Teams und stabile Beziehungen. 2. Selbstwirksamkeit Konkrete Rückmeldungen zeigen: „Ich bewirke etwas.“ Selbstwirksamkeit ist ein zentraler Resilienzfaktor und schützt vor Erschöpfung. 3. Soziale Verbundenheit Das Gefühl, gesehen zu werden, aktiviert Bindungssysteme im Gehirn. Verbundenheit reduziert Stressreaktionen und fördert emotionale Stabilität. 4. Identitätsstabilität ohne Rollenfixierung Ich-Botschaften schreiben niemanden fest. Sie lassen Entwicklung zu. Das schafft Freiheit statt Erwartungsdruck. 5 Sätze für ein aufrichtiges Kompliment Hier sind fünf Beispiele für gesundheitsförderliche Komplimente – inspiriert vom 5-Sätze-Freitag: „Ich fühle mich von dir ernst genommen.“ „Ich empfinde unsere Zusammenarbeit als wertschätzend.“ „Deine Art zu denken erweitert meinen Blick.“ „Das Gespräch mit dir hat mir gutgetan.“ „Mich inspiriert, wie ruhig du bleibst, auch wenn es hektisch wird.“ Sie sind: konkret wirkungsorientiert beziehungsstärkend regulierend Komplimente im Beruf: Warum sie Führung verändern Gerade im Business-Kontext wird Wertschätzung oft funktional eingesetzt. Doch gesunde Führung bedeutet: Nicht Motivation erzeugen. Sondern Menschen stabilisieren. Wenn Führungskräfte sagen: „Ich fühle mich durch deine Klarheit gut orientiert“ statt „Du bist eine starke Führungskraft“ … entsteht weniger Leistungsdruck und mehr Vertrauen. Und Vertrauen ist ein Gesundheitsfaktor. Fazit: Worte sind Biochemie Ein aufrichtiges Kompliment ist kein netter Zusatz. Es ist Beziehungsarbeit. Es ist Gesundheitsprävention. Gesunde Kommunikation beginnt dort, wo wir Wirkung bewusst gestalten. Am Welttag des Kompliments können wir uns deshalb fragen: Möchte ich bewerten? Oder verbinden? Nicht größer loben, sondern klarer wahrnehmen. Let’s grow. Deine Lisa von WORDSEED









