Sechs Sätze, die du sagen kannst, wenn du dich durch Kritik verletzt fühlst
Lisa Holtmeier • 20. Mai 2024

Kritik kann einem manchmal echt aufwühlen. Das ist in Ordnung, denn viele haben gar nicht gelernt, wie man mit Kritik umgeht und da kann es schon einmal passieren, dass man sich verletzt fühlt. Wichtig ist, dass wir dann souverän mit der Situation umgehen, bevor wir uns rechtfertigen oder uns verteidigen.
Diese 6 Sätze können dir behilflich sein, wenn du dich verletzt fühlst. Du kannst ja mal reinspüren, welcher Satz zu dir und der dementsprechenden Situation passt. Die Sätze arbeiten teilweise mit der “Selbstoffenbarung”. Das solltest du nur in Situationen nutzen, in denen du dich wirklich sicher fühlst. Im beruflichen Kontext würde immer auf Satz Nummer 1 zurückkommen.
1️⃣“Danke für deine Rückmeldung. Ich werde darüber nachdenken. Darf ich dich anschließend noch einmal ansprechen?”
2️⃣“Ich bin gerade sehr überrascht. Ich werde das für mich reflektieren.”
3️⃣“Die Kritik trifft mich gerade sehr. Ich möchte das erst einmal sacken lassen.”
4️⃣“Ich fühle mich gerade verletzt. Kannst du mir die Situation noch ein bisschen genauer erklären, sodass ich deine Kritik besser einordnen kann?”
5️⃣“Die Kritik macht mir sehr zu schaffen. Ich möchte gern mit dir eine Lösung finden, damit ich damit noch besser umgehen kann.”
6️⃣"Ich nehme mir deine Kritik zu Herzen und gleichzeitig fühle ich mich gerade wirklich verletzt. Können wir uns einen Moment nehmen, um darüber zu sprechen?”
Als Sofortmaßnahme hilft immer die Frage: “Wie meinst du das?”
Mit Kritik umzugehen ist immer ein Prozess. Gib dir Zeit und übe es.
Let´s grow! 🌱
Deine Lisa von WORDSEED®
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„Du bist einfach großartig.“ Klingt schön. Und trotzdem fühlt es sich manchmal seltsam an. Warum? Weil viele Komplimente nicht verbinden – sondern subtil Druck erzeugen. Am 02.03. ist Welttag des Kompliments. Doch statt mehr Nettigkeiten zu verteilen, lohnt sich eine wichtigere Frage: Was macht ein aufrichtiges Kompliment wirklich gesundheitsförderlich? Als Begründerin der gesunden Kommunikation erlebe ich täglich: Worte wirken. Immer. Und sie wirken biologisch. Was passiert im Gehirn, wenn wir Wertschätzung erleben? Studien aus der Sozial- und Neurowissenschaft zeigen: Soziale Anerkennung aktiviert das Belohnungssystem (Dopamin-Ausschüttung). Wertschätzung senkt Stressmarker wie Cortisol. Zugehörigkeit wirkt als Schutzfaktor gegen psychische Belastung. Positive soziale Rückmeldungen erhöhen Kooperationsbereitschaft. Kurz gesagt: Ein echtes Kompliment ist keine Höflichkeitsgeste. Es ist eine Intervention ins Nervensystem. Menschen brauchen nicht nur Nahrung und Schlaf. Sie brauchen soziale Resonanz. Warum viele Komplimente unbewusst Druck machen „Du bist immer so stark.“ „Du bist perfekt für diese Rolle.“ „Du bist so schön unkompliziert.“ Solche Aussagen klingen wertschätzend – und können trotzdem Stress erzeugen. Warum? Weil sie Identität festschreiben. Unser Nervensystem registriert: Erwartung Bewertung Rollenfixierung Das kann psychologische Sicherheit reduzieren. Gesunde Kommunikation bedeutet deshalb nicht: mehr loben. Sondern bewusster sprechen. Diese Form der wertschätzenden Kommunikation wirkt gesundheitsförderlicher, weil sie vier zentrale Schutzfaktoren stärkt: 1. Psychologische Sicherheit Wenn Menschen nicht bewertet, sondern in ihrer Wirkung gesehen werden, sinkt der innere Druck. Psychologische Sicherheit ist einer der wichtigsten Faktoren für gesunde Teams und stabile Beziehungen. 2. Selbstwirksamkeit Konkrete Rückmeldungen zeigen: „Ich bewirke etwas.“ Selbstwirksamkeit ist ein zentraler Resilienzfaktor und schützt vor Erschöpfung. 3. Soziale Verbundenheit Das Gefühl, gesehen zu werden, aktiviert Bindungssysteme im Gehirn. Verbundenheit reduziert Stressreaktionen und fördert emotionale Stabilität. 4. Identitätsstabilität ohne Rollenfixierung Ich-Botschaften schreiben niemanden fest. Sie lassen Entwicklung zu. Das schafft Freiheit statt Erwartungsdruck. 5 Sätze für ein aufrichtiges Kompliment Hier sind fünf Beispiele für gesundheitsförderliche Komplimente – inspiriert vom 5-Sätze-Freitag: „Ich fühle mich von dir ernst genommen.“ „Ich empfinde unsere Zusammenarbeit als wertschätzend.“ „Deine Art zu denken erweitert meinen Blick.“ „Das Gespräch mit dir hat mir gutgetan.“ „Mich inspiriert, wie ruhig du bleibst, auch wenn es hektisch wird.“ Sie sind: konkret wirkungsorientiert beziehungsstärkend regulierend Komplimente im Beruf: Warum sie Führung verändern Gerade im Business-Kontext wird Wertschätzung oft funktional eingesetzt. Doch gesunde Führung bedeutet: Nicht Motivation erzeugen. Sondern Menschen stabilisieren. Wenn Führungskräfte sagen: „Ich fühle mich durch deine Klarheit gut orientiert“ statt „Du bist eine starke Führungskraft“ … entsteht weniger Leistungsdruck und mehr Vertrauen. Und Vertrauen ist ein Gesundheitsfaktor. Fazit: Worte sind Biochemie Ein aufrichtiges Kompliment ist kein netter Zusatz. Es ist Beziehungsarbeit. Es ist Gesundheitsprävention. Gesunde Kommunikation beginnt dort, wo wir Wirkung bewusst gestalten. Am Welttag des Kompliments können wir uns deshalb fragen: Möchte ich bewerten? Oder verbinden? Nicht größer loben, sondern klarer wahrnehmen. Let’s grow. Deine Lisa von WORDSEED















