Selbstbewusste und souveräne Kommunikation

Lisa Holtmeier • 10. Januar 2022

Selbstbewusste & souveräne Kommunikation

…dass ich über diesen Themenbereich mal einen Beitrag schreiben würde, wäre vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen. Mein unsicheres Dahergestammel, mit tausend Konjunktiven, nervös von a nach b tänzelnd war meine Art der Kommunikation (...wenn ich überhaupt etwas gesagt habe). Denn meistens habe ich vermieden mich zu Wort zu melden. Ganz nach dem Motto: Wenn ich nichts sage, biete ich weniger Angriffsfläche.

Es hat mir sehr geholfen mich mit der Kommunikation auseinanderzusetzen, um immer ein Stück selbstsicherer und selbstbewusster zu werden. Ich habe gemerkt, dass sich durch meine Kommunikation, auch mein Gefühl zu mir selbst und zu den Situationen verändert. Das hat mich sehr motiviert, weiter zu üben. Aus diesem und vielen, weiteren Gründen gibt es WORDSEED. Mir ist es eine Herzensangelegenheit, dass wir uns durch unsere Kommunikation sicher, wohl, gesund und zufrieden fühlen.

Heute habe ich dir drei Statt-lieber-Beispiele mitgebracht und am Ende noch ein paar Extratipps.
Ich möchte mit diesen Beispielen nicht sagen, dass alles andere falsch ist. Um Himmels willen, doch ich möchte dir eine kleine Unterstützung bieten, vielleicht magst du sie annehmen.

Grundsätzlich wirken Menschen eher unsicher, wenn sie sich für alles mögliche entschuldigen, negativ über sich selbst sprechen und schnell von ihren Ideen & Standpunkten abweichen á la “ist nicht wichtig”. Denn es ist wichtig, was du zu sagen hast! Deine Ideen sind wichtig! Deine Meinung ist wichtig! Deine Fragen sind wichtig und du hast es verdient, dass andere Menschen dir zu hören!!!!

Erlaube dir, genau das zu üben z.B. indem du dir für die nächste Besprechung vornimmst etwas zu sagen oder zu fragen oder du übst deine Meinung zu sagen.
Tipp: Überlege dir einen Einstieg in deine Aussage/ Frage/ dein Feedback. Der Anfang ist häufig die größte Hürde und dann geht es schon etwas besser. DU SCHAFFST DAS!😊

Let´s grow!🌱
Deine Lisa von WORDSEED®
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PS: Ich wurde für den Red Fox Award 2022für die Kategorie Mindsetexpertin nominiert. Ich würde mich riesig freuen, wenn du für mich abstimmst.

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„Du bist einfach großartig.“ Klingt schön. Und trotzdem fühlt es sich manchmal seltsam an. Warum? Weil viele Komplimente nicht verbinden – sondern subtil Druck erzeugen. Am 02.03. ist Welttag des Kompliments. Doch statt mehr Nettigkeiten zu verteilen, lohnt sich eine wichtigere Frage: Was macht ein aufrichtiges Kompliment wirklich gesundheitsförderlich? Als Begründerin der gesunden Kommunikation erlebe ich täglich: Worte wirken. Immer. Und sie wirken biologisch. Was passiert im Gehirn, wenn wir Wertschätzung erleben? Studien aus der Sozial- und Neurowissenschaft zeigen: Soziale Anerkennung aktiviert das Belohnungssystem (Dopamin-Ausschüttung). Wertschätzung senkt Stressmarker wie Cortisol. Zugehörigkeit wirkt als Schutzfaktor gegen psychische Belastung. Positive soziale Rückmeldungen erhöhen Kooperationsbereitschaft. Kurz gesagt: Ein echtes Kompliment ist keine Höflichkeitsgeste. Es ist eine Intervention ins Nervensystem. Menschen brauchen nicht nur Nahrung und Schlaf. Sie brauchen soziale Resonanz. Warum viele Komplimente unbewusst Druck machen „Du bist immer so stark.“ „Du bist perfekt für diese Rolle.“ „Du bist so schön unkompliziert.“ Solche Aussagen klingen wertschätzend – und können trotzdem Stress erzeugen. Warum? Weil sie Identität festschreiben. Unser Nervensystem registriert: Erwartung Bewertung Rollenfixierung Das kann psychologische Sicherheit reduzieren. Gesunde Kommunikation bedeutet deshalb nicht: mehr loben. Sondern bewusster sprechen. Diese Form der wertschätzenden Kommunikation wirkt gesundheitsförderlicher, weil sie vier zentrale Schutzfaktoren stärkt: 1. Psychologische Sicherheit Wenn Menschen nicht bewertet, sondern in ihrer Wirkung gesehen werden, sinkt der innere Druck. Psychologische Sicherheit ist einer der wichtigsten Faktoren für gesunde Teams und stabile Beziehungen. 2. Selbstwirksamkeit Konkrete Rückmeldungen zeigen: „Ich bewirke etwas.“ Selbstwirksamkeit ist ein zentraler Resilienzfaktor und schützt vor Erschöpfung. 3. Soziale Verbundenheit Das Gefühl, gesehen zu werden, aktiviert Bindungssysteme im Gehirn. Verbundenheit reduziert Stressreaktionen und fördert emotionale Stabilität. 4. Identitätsstabilität ohne Rollenfixierung Ich-Botschaften schreiben niemanden fest. Sie lassen Entwicklung zu. Das schafft Freiheit statt Erwartungsdruck. 5 Sätze für ein aufrichtiges Kompliment Hier sind fünf Beispiele für gesundheitsförderliche Komplimente – inspiriert vom 5-Sätze-Freitag: „Ich fühle mich von dir ernst genommen.“ „Ich empfinde unsere Zusammenarbeit als wertschätzend.“ „Deine Art zu denken erweitert meinen Blick.“ „Das Gespräch mit dir hat mir gutgetan.“ „Mich inspiriert, wie ruhig du bleibst, auch wenn es hektisch wird.“ Sie sind: konkret wirkungsorientiert beziehungsstärkend regulierend Komplimente im Beruf: Warum sie Führung verändern Gerade im Business-Kontext wird Wertschätzung oft funktional eingesetzt. Doch gesunde Führung bedeutet: Nicht Motivation erzeugen. Sondern Menschen stabilisieren. Wenn Führungskräfte sagen: „Ich fühle mich durch deine Klarheit gut orientiert“ statt „Du bist eine starke Führungskraft“ … entsteht weniger Leistungsdruck und mehr Vertrauen. Und Vertrauen ist ein Gesundheitsfaktor. Fazit: Worte sind Biochemie Ein aufrichtiges Kompliment ist kein netter Zusatz. Es ist Beziehungsarbeit. Es ist Gesundheitsprävention. Gesunde Kommunikation beginnt dort, wo wir Wirkung bewusst gestalten. Am Welttag des Kompliments können wir uns deshalb fragen: Möchte ich bewerten? Oder verbinden? Nicht größer loben, sondern klarer wahrnehmen. Let’s grow. Deine Lisa von WORDSEED
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