Verantwortung in der Kommunikation

Lisa Holtmeier • 16. Dezember 2021

Hast du schon das Podcastinterview mit @kristinhenkecom gehört?🎧
In diesem wundervollen Interview geht es um Verantwortung.
Ob jemand Verantwortung übernimmt oder eben nicht, macht sich auch häufig in der Kommunikation bemerkbar.

Ein paar Beispiele habe ich hier einmal etwas genauer zusammengefasst:
💬“Du machst mich sauer/ wütend/ traurig…” - Mit einem solchen Satz macht die Person eine andere Person für die eigenen Gefühle verantwortlich. Das bedeutet, dass die Person keinerlei Verantwortung für Ihre eigene Gefühle und Reaktionen übernimmt.

💬“Ich weiß nicht wie das geht.” - Ist noch lange kein Auftrag für dich. Durch diesen Satz versuchen viele Menschen die Verantwortung an eine andere Person abzugeben. Oft klappt das auch, denn viele Menschen fühlen sich dadurch angesprochen und eilen zur Hilfe. Mein Grundsatz lautet “kein Coaching ohne Auftrag”. Achte auf deine wertvollen Ressourcen und deine Energie!

Verantwortung ist ein wichtiges Thema in der gesunden Kommunikation. Viele meiner Coachees fühlen sich zu Beginn des Coachings dafür verantwortlich, dass es allen anderen Menschen gut geht und opfern sich damit häufig auf. Schnell kommen sie an den Punkt, dass sie das Gefühl haben, es niemanden recht machen zu können.
Auch in den Inhouse-Schulungen und Praxiscoachings thematisiere ich nahezu IMMER das Thema, wie Therapeut*innen ihre Patient*innen in die Eigenverantwortlichkeit begleiten können. Viele Patient*innen haben einen ausgesprochenen "Servicegedanken" und neigen dazu die Verantwortung für ihre Genesung bei den Therapeut*innen abzugeben. Das ist eines der wichtigsten Kommunikationsthemen in den Praxen!
Das Thema steht auch in den Leadership-Coachings oft im Fokus. Wie kann ich meine Mitarbeiter*innen in Richtung Eigenverantwortlichkeit führen? Was ist meine Verantwortung als Führungsperson und was kann ich guten Gewissens abgeben? Es setzt eine unfassbare Power in den Praxen frei, wenn jede*r weiß, was in seinem/ ihrem Verantwortungsbereich liegt und nicht alles auf eine Person abgewälzt wird.

Du merkst, Verantwortung ist ein Thema in all unseren Lebensbereichen.

Let´s grow!
Deine Lisa von WORDSEED®

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„Du bist einfach großartig.“ Klingt schön. Und trotzdem fühlt es sich manchmal seltsam an. Warum? Weil viele Komplimente nicht verbinden – sondern subtil Druck erzeugen. Am 02.03. ist Welttag des Kompliments. Doch statt mehr Nettigkeiten zu verteilen, lohnt sich eine wichtigere Frage: Was macht ein aufrichtiges Kompliment wirklich gesundheitsförderlich? Als Begründerin der gesunden Kommunikation erlebe ich täglich: Worte wirken. Immer. Und sie wirken biologisch. Was passiert im Gehirn, wenn wir Wertschätzung erleben? Studien aus der Sozial- und Neurowissenschaft zeigen: Soziale Anerkennung aktiviert das Belohnungssystem (Dopamin-Ausschüttung). Wertschätzung senkt Stressmarker wie Cortisol. Zugehörigkeit wirkt als Schutzfaktor gegen psychische Belastung. Positive soziale Rückmeldungen erhöhen Kooperationsbereitschaft. Kurz gesagt: Ein echtes Kompliment ist keine Höflichkeitsgeste. Es ist eine Intervention ins Nervensystem. Menschen brauchen nicht nur Nahrung und Schlaf. Sie brauchen soziale Resonanz. Warum viele Komplimente unbewusst Druck machen „Du bist immer so stark.“ „Du bist perfekt für diese Rolle.“ „Du bist so schön unkompliziert.“ Solche Aussagen klingen wertschätzend – und können trotzdem Stress erzeugen. Warum? Weil sie Identität festschreiben. Unser Nervensystem registriert: Erwartung Bewertung Rollenfixierung Das kann psychologische Sicherheit reduzieren. Gesunde Kommunikation bedeutet deshalb nicht: mehr loben. Sondern bewusster sprechen. Diese Form der wertschätzenden Kommunikation wirkt gesundheitsförderlicher, weil sie vier zentrale Schutzfaktoren stärkt: 1. Psychologische Sicherheit Wenn Menschen nicht bewertet, sondern in ihrer Wirkung gesehen werden, sinkt der innere Druck. Psychologische Sicherheit ist einer der wichtigsten Faktoren für gesunde Teams und stabile Beziehungen. 2. Selbstwirksamkeit Konkrete Rückmeldungen zeigen: „Ich bewirke etwas.“ Selbstwirksamkeit ist ein zentraler Resilienzfaktor und schützt vor Erschöpfung. 3. Soziale Verbundenheit Das Gefühl, gesehen zu werden, aktiviert Bindungssysteme im Gehirn. Verbundenheit reduziert Stressreaktionen und fördert emotionale Stabilität. 4. Identitätsstabilität ohne Rollenfixierung Ich-Botschaften schreiben niemanden fest. Sie lassen Entwicklung zu. Das schafft Freiheit statt Erwartungsdruck. 5 Sätze für ein aufrichtiges Kompliment Hier sind fünf Beispiele für gesundheitsförderliche Komplimente – inspiriert vom 5-Sätze-Freitag: „Ich fühle mich von dir ernst genommen.“ „Ich empfinde unsere Zusammenarbeit als wertschätzend.“ „Deine Art zu denken erweitert meinen Blick.“ „Das Gespräch mit dir hat mir gutgetan.“ „Mich inspiriert, wie ruhig du bleibst, auch wenn es hektisch wird.“ Sie sind: konkret wirkungsorientiert beziehungsstärkend regulierend Komplimente im Beruf: Warum sie Führung verändern Gerade im Business-Kontext wird Wertschätzung oft funktional eingesetzt. Doch gesunde Führung bedeutet: Nicht Motivation erzeugen. Sondern Menschen stabilisieren. Wenn Führungskräfte sagen: „Ich fühle mich durch deine Klarheit gut orientiert“ statt „Du bist eine starke Führungskraft“ … entsteht weniger Leistungsdruck und mehr Vertrauen. Und Vertrauen ist ein Gesundheitsfaktor. Fazit: Worte sind Biochemie Ein aufrichtiges Kompliment ist kein netter Zusatz. Es ist Beziehungsarbeit. Es ist Gesundheitsprävention. Gesunde Kommunikation beginnt dort, wo wir Wirkung bewusst gestalten. Am Welttag des Kompliments können wir uns deshalb fragen: Möchte ich bewerten? Oder verbinden? Nicht größer loben, sondern klarer wahrnehmen. Let’s grow. Deine Lisa von WORDSEED
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