Wie es dir in wenigen Sekunden wieder gut geht

Lisa Holtmeier • 12. August 2019

Sofortiger Shift vom lower self ins higher self

Dieses Bild ist 2015 auf meinem Arbeitsplatz, der Intensivstation eines Klinikums entstanden.

Ich möchte dir gerne einen Einblick in meine Zeit als Ergotherapeutin dort geben und dich für kurze Zeit mit in diese Welt nehmen.

Die Patienten, die dort lagen, verbrachten ihre Zeit häufig für mehrere Wochen oftmals sogar Monate dort.

Viele Patienten wurden von Maschinen und Geräte am Leben erhalten.

Viele Patienten kämpfen jeden Tag ums Überleben.

Viele Patienten beteten den Morgen erleben zu dürfen.

Leben und Tod waren so nah und so präsent. Ich habe gelernt, dass die Patienten in dieser Phase ihres Lebens so klar über ihre Gedanken und Gefühle sind, wie womöglich noch nie in ihrem Leben. Die Patienten, die kommunikationsfähig waren, ließen mich an ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben. Von ihnen habe ich so unfassbar viel gelernt. Alle großen Wünsche und Bedürfnisse, die sie früher einmal hatten, waren unwichtig. Alle Patienten vereinten die gleichen Wünsche: Einfach mal zu sein, ohne an dieses Bett gefesselt zu sein, ohne diese Geräte. Den Menschen, die man liebt, selbiges nochmal zu sagen. Für 2 Minuten vor die Tür gehen zu können. Kommunizieren, tief durchatmen und den Tag eigenständig beginnen. Nicht mehr und nicht weniger.

An Tagen, an denen ich über Belanglosigkeiten schimpfe…

An Tagen, an denen mich ungerecht behandelt fühle…

An Tagen, an denen ich zu streng mit mir bin, denke ich an all diejenigen zurück, die alles dafür gegeben hätten, nur eine Stunde meines Lebens mit ihrem einzutauschen. Alle Patienten hätten alles dafür gegeben, einmal meine „Sorgen“ zu haben. Seitdem lebe ich in Dankbarkeit und Demut. Wenn es wirklich mal graue Tage in meinem Leben gibt, denke ich sofort an die Zeit dort zurück und bin schlagartig beschämt über mein Klagen.

Sei dankbar für das, was du hast und bist!

Sage den Menschen, die du liebst, dass sie ein so wichtiger Teil deines Lebens sind!

Achte auf deine Gesundheit!

Atme mal wieder bewusst durch!

Stehe morgens mit einem Lächeln auf!

UNS GEHT ES SO GUT!


High Five und eine geniale Woche!

Deine Lisa

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Viele Menschen haben gute Argumente. Trotzdem überzeugen sie andere nicht. Warum? Weil Überzeugungskraft nicht nur davon abhängt, was wir sagen, sondern auch davon, wie wir ein Gespräch beginnen. Wer direkt widerspricht oder mit Gegenargumenten startet, erzeugt häufig Widerstand. Wer hingegen eine Gesprächsatmosphäre schafft, in der sich Menschen gehört und respektiert fühlen, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die eigenen Argumente überhaupt aufgenommen werden. Was macht eine gute Argumentation aus? Viele denken bei Argumentation an Fakten, Zahlen und logische Schlussfolgerungen. Diese Elemente sind wichtig. Doch erfolgreiche Kommunikation besteht aus mehr als sachlichen Argumenten. Eine gute Argumentation zeichnet sich dadurch aus, dass sie: respektvoll formuliert ist neugierig statt belehrend wirkt unterschiedliche Perspektiven zulässt Verständnis signalisiert zum Nachdenken einlädt Warum Menschen auf Argumente oft mit Widerstand reagieren Sobald Menschen das Gefühl haben, ihre Meinung werde angegriffen, schalten sie häufig in einen Verteidigungsmodus. Dann geht es nicht mehr um die Sache. Es geht darum, die eigene Position zu schützen. Deshalb ist die Einleitung einer Argumentation oft wichtiger als das Argument selbst. 5 Formulierungen für bessere Argumentationen 1. „Ich habe noch eine andere Perspektive auf das Thema. Ist es okay für dich, wenn ich meinen Gedanken dazu teile?“ Dieser Satz schafft Zustimmung, bevor das eigentliche Argument beginnt. 2. „Ich verstehe deinen Punkt. Gleichzeitig frage ich mich, ob ...“ Eine wertschätzende Möglichkeit, eine andere Sichtweise einzubringen. 3. „Vielleicht übersehe ich etwas. Gleichzeitig nehme ich es so wahr ...“ Diese Formulierung wirkt offen und selbstreflektiert. 4. „Mich würde interessieren, wie du diesen Aspekt siehst ...“ Menschen hören besser zu, wenn sie selbst beteiligt werden. 5. „Eine Sache beschäftigt mich dabei noch ...“ Ein sanfter Einstieg, der Neugier weckt statt Widerstand auszulösen. Die Bedeutung von Neugier in Gesprächen Wer überzeugen möchte, sollte nicht nur reden. Er sollte auch zuhören. Deshalb gehören gute Fragen zu den wichtigsten Werkzeugen erfolgreicher Kommunikation. Zum Beispiel: Was ist dir daran besonders wichtig? Wie bist du zu dieser Meinung gekommen? Welche Erfahrungen spielen dabei eine Rolle? Was wäre aus deiner Sicht die beste Lösung? Die stärksten Argumente entstehen in Verbindung Menschen ändern ihre Meinung selten, weil sie sich unterlegen fühlen. Sie öffnen sich für neue Gedanken häufig erst dann, wenn sie sich verstanden fühlen. Deshalb geht es bei guter Gesprächsführung nicht darum, Diskussionen zu gewinnen. Es geht darum, Räume zu schaffen, in denen unterschiedliche Perspektiven nebeneinander existieren dürfen. Fazit Eine gute Argumentation beginnt nicht mit dem stärksten Argument. Sie beginnt mit Respekt, Interesse und echter Gesprächsbereitschaft. Wer Menschen verstehen möchte, bevor er sie überzeugen will, schafft die Grundlage für konstruktive Gespräche, bessere Beziehungen und nachhaltige Verständigung. Denn oft überzeugt nicht das bessere Argument. Sondern die bessere Art, es einzuleiten.
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