Zuversicht & Sicherheit kommunikativ vermitteln

Lisa Holtmeier • 24. Januar 2022

Sie dürfen niemals einem Patienten falsche Hoffnungen machen. Sie dürfen niemals einem Patienten die Hoffnung nehmen.”

…so habe ich es in meiner Ausbildung als Ergotherapeutin gelernt. Ein paar Monate später stand ich auf einer Intensivstation und wurde von einem Klienten gefragt, ob er wieder laufen lernen würde und wieder mit seiner Frau tanzen könnte. Diesen hoffnungsvollen Blick werde ich wohl niemals vergessen.
“Bravo! Nun stehe ich hier mit meinem Talent”, dachte ich und bekam schon schwitzige Hände. “Ich darf diesem netten Herren auf keinen Fall die Hoffnung nehmen. Er scheint sehr motiviert zu sein. Ich kann allerdings die Prognose nicht richtig einschätzen. Es sieht so aus als wäre er ziemlich stark betroffen. Hmmm.. aber hier sieht man ja durchaus das ein oder andere kleine Wunder…”, mein Kopf ratterte. In unfassbarer Geschwindigkeit rasten mir die Gedanken durch den Kopf.
Was ich letztlich gesagt habe, findest du in den Bildern.

Zuversicht und Sicherheit zu vermitteln ist nicht nur im Gesundheitswesen unfassbar wichtig, sondern auch in für Führungspersonen, im Coaching oder ganz anderen Bereichen. Sicherheit ist eines unsere Grundbedürfnisse und deshalb tagtäglich ein wichtiger Aspekt der gesunden Kommunikation. Auch in inneren Dialogen ist es sehr heilsam sich immer wieder ermutigende Worte zuzusprechen.

Menschen finden sich ständig in veränderten Bewusstseinszuständen z.B. in Trancen. Die sogenannten Spontantrancen entstehen durch Ängste, Hilflosigkeit, Schmerzen, Ungewissheit, Überforderung o.ä.
Gerade hier ist es angebracht Sprachmuster zu wählen, die Zuversicht & Sicherheit vermitteln. Dadurch strahlst du Souveränität, Selbstsicherheit und Sicherheit aus.

Wir alle kennen den Zustand von Unsicherheit. Kannst du dich vielleicht an eine Situation erinnern, wie wohltuend und heilsam dann Worte sind, die Sicherheit & Zuversicht vermitteln?

Let´s grow!
Deine Lisa von WORDSEED®
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Viele Menschen haben gute Argumente. Trotzdem überzeugen sie andere nicht. Warum? Weil Überzeugungskraft nicht nur davon abhängt, was wir sagen, sondern auch davon, wie wir ein Gespräch beginnen. Wer direkt widerspricht oder mit Gegenargumenten startet, erzeugt häufig Widerstand. Wer hingegen eine Gesprächsatmosphäre schafft, in der sich Menschen gehört und respektiert fühlen, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die eigenen Argumente überhaupt aufgenommen werden. Was macht eine gute Argumentation aus? Viele denken bei Argumentation an Fakten, Zahlen und logische Schlussfolgerungen. Diese Elemente sind wichtig. Doch erfolgreiche Kommunikation besteht aus mehr als sachlichen Argumenten. Eine gute Argumentation zeichnet sich dadurch aus, dass sie: respektvoll formuliert ist neugierig statt belehrend wirkt unterschiedliche Perspektiven zulässt Verständnis signalisiert zum Nachdenken einlädt Warum Menschen auf Argumente oft mit Widerstand reagieren Sobald Menschen das Gefühl haben, ihre Meinung werde angegriffen, schalten sie häufig in einen Verteidigungsmodus. Dann geht es nicht mehr um die Sache. Es geht darum, die eigene Position zu schützen. Deshalb ist die Einleitung einer Argumentation oft wichtiger als das Argument selbst. 5 Formulierungen für bessere Argumentationen 1. „Ich habe noch eine andere Perspektive auf das Thema. Ist es okay für dich, wenn ich meinen Gedanken dazu teile?“ Dieser Satz schafft Zustimmung, bevor das eigentliche Argument beginnt. 2. „Ich verstehe deinen Punkt. Gleichzeitig frage ich mich, ob ...“ Eine wertschätzende Möglichkeit, eine andere Sichtweise einzubringen. 3. „Vielleicht übersehe ich etwas. Gleichzeitig nehme ich es so wahr ...“ Diese Formulierung wirkt offen und selbstreflektiert. 4. „Mich würde interessieren, wie du diesen Aspekt siehst ...“ Menschen hören besser zu, wenn sie selbst beteiligt werden. 5. „Eine Sache beschäftigt mich dabei noch ...“ Ein sanfter Einstieg, der Neugier weckt statt Widerstand auszulösen. Die Bedeutung von Neugier in Gesprächen Wer überzeugen möchte, sollte nicht nur reden. Er sollte auch zuhören. Deshalb gehören gute Fragen zu den wichtigsten Werkzeugen erfolgreicher Kommunikation. Zum Beispiel: Was ist dir daran besonders wichtig? Wie bist du zu dieser Meinung gekommen? Welche Erfahrungen spielen dabei eine Rolle? Was wäre aus deiner Sicht die beste Lösung? Die stärksten Argumente entstehen in Verbindung Menschen ändern ihre Meinung selten, weil sie sich unterlegen fühlen. Sie öffnen sich für neue Gedanken häufig erst dann, wenn sie sich verstanden fühlen. Deshalb geht es bei guter Gesprächsführung nicht darum, Diskussionen zu gewinnen. Es geht darum, Räume zu schaffen, in denen unterschiedliche Perspektiven nebeneinander existieren dürfen. Fazit Eine gute Argumentation beginnt nicht mit dem stärksten Argument. Sie beginnt mit Respekt, Interesse und echter Gesprächsbereitschaft. Wer Menschen verstehen möchte, bevor er sie überzeugen will, schafft die Grundlage für konstruktive Gespräche, bessere Beziehungen und nachhaltige Verständigung. Denn oft überzeugt nicht das bessere Argument. Sondern die bessere Art, es einzuleiten.
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