Übers Sterben reden

Lisa Holtmeier • 20. Juli 2022

Interview mit Prof. Dr. Sven Gottschling

Der WORDSEED Podcast ist aus der kleinen Sommerpause zurück. Wie bereits angekündigt wartet heute ein großartiges Interview auf dich.
Heute habe ich Prof. Dr. Sven Gottschling virtuell an meiner Seite. Er ist Chefarzt des Zentrums für altersübergreifende Palliativmedizin und Kinderschmerztherapie. Zudem ist er Spiegel-Bestseller Autor. Ihr dürft euch auf ein super spannendes Interview freuen.

⚠️ Triggerwarnung: In dem Interview geht es um die Themen Leben, Sterben, Tod und onkologische Erkrankungen sowohl von Erwachsenen als auch von Kindern.

Worauf du dich freuen kannst:
🌿Warum sollten wir übers Sterben reden
🌿Wie teilt man Menschen eine gravierende Diagnose mit
🌿Wie gehen Kinder mit solchen Diagnosen um
🌿Wie sollte man auf die Frage "wie lange habe ich noch?" reagieren
🌿Was ist in der Kommunikation zu beachten
🌿Wie ist der Alltag auf so einer Palliativstation
🌿Wie unterscheiden sich die Verhaltensweisen von Erwachsenen & Kindern in solchen Situationen
🌿 3 magische Abschlussfragen
🌿 und vieles, vieles mehr

Ich wünsche dir unendlich viel Spaß beim Hören dieses wundervollen Interview im WORDSEED Podcast. Es ist so bereichernd und inspirierend. Ich bin unfassbar dankbar, dass sich Prof. Gottschling die Zeit genommen hat🙏.
Die Bücher von Prof. Gottschling kann ich von Herzen empfehlen.

Viel Spaß beim Hören!

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Falls du die Folge schon gehört hast, wie war sie für dich?

Let´s grow!
Deine Lisa von WORDSEED
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„Du bist einfach großartig.“ Klingt schön. Und trotzdem fühlt es sich manchmal seltsam an. Warum? Weil viele Komplimente nicht verbinden – sondern subtil Druck erzeugen. Am 02.03. ist Welttag des Kompliments. Doch statt mehr Nettigkeiten zu verteilen, lohnt sich eine wichtigere Frage: Was macht ein aufrichtiges Kompliment wirklich gesundheitsförderlich? Als Begründerin der gesunden Kommunikation erlebe ich täglich: Worte wirken. Immer. Und sie wirken biologisch. Was passiert im Gehirn, wenn wir Wertschätzung erleben? Studien aus der Sozial- und Neurowissenschaft zeigen: Soziale Anerkennung aktiviert das Belohnungssystem (Dopamin-Ausschüttung). Wertschätzung senkt Stressmarker wie Cortisol. Zugehörigkeit wirkt als Schutzfaktor gegen psychische Belastung. Positive soziale Rückmeldungen erhöhen Kooperationsbereitschaft. Kurz gesagt: Ein echtes Kompliment ist keine Höflichkeitsgeste. Es ist eine Intervention ins Nervensystem. Menschen brauchen nicht nur Nahrung und Schlaf. Sie brauchen soziale Resonanz. Warum viele Komplimente unbewusst Druck machen „Du bist immer so stark.“ „Du bist perfekt für diese Rolle.“ „Du bist so schön unkompliziert.“ Solche Aussagen klingen wertschätzend – und können trotzdem Stress erzeugen. Warum? Weil sie Identität festschreiben. Unser Nervensystem registriert: Erwartung Bewertung Rollenfixierung Das kann psychologische Sicherheit reduzieren. Gesunde Kommunikation bedeutet deshalb nicht: mehr loben. Sondern bewusster sprechen. Diese Form der wertschätzenden Kommunikation wirkt gesundheitsförderlicher, weil sie vier zentrale Schutzfaktoren stärkt: 1. Psychologische Sicherheit Wenn Menschen nicht bewertet, sondern in ihrer Wirkung gesehen werden, sinkt der innere Druck. Psychologische Sicherheit ist einer der wichtigsten Faktoren für gesunde Teams und stabile Beziehungen. 2. Selbstwirksamkeit Konkrete Rückmeldungen zeigen: „Ich bewirke etwas.“ Selbstwirksamkeit ist ein zentraler Resilienzfaktor und schützt vor Erschöpfung. 3. Soziale Verbundenheit Das Gefühl, gesehen zu werden, aktiviert Bindungssysteme im Gehirn. Verbundenheit reduziert Stressreaktionen und fördert emotionale Stabilität. 4. Identitätsstabilität ohne Rollenfixierung Ich-Botschaften schreiben niemanden fest. Sie lassen Entwicklung zu. Das schafft Freiheit statt Erwartungsdruck. 5 Sätze für ein aufrichtiges Kompliment Hier sind fünf Beispiele für gesundheitsförderliche Komplimente – inspiriert vom 5-Sätze-Freitag: „Ich fühle mich von dir ernst genommen.“ „Ich empfinde unsere Zusammenarbeit als wertschätzend.“ „Deine Art zu denken erweitert meinen Blick.“ „Das Gespräch mit dir hat mir gutgetan.“ „Mich inspiriert, wie ruhig du bleibst, auch wenn es hektisch wird.“ Sie sind: konkret wirkungsorientiert beziehungsstärkend regulierend Komplimente im Beruf: Warum sie Führung verändern Gerade im Business-Kontext wird Wertschätzung oft funktional eingesetzt. Doch gesunde Führung bedeutet: Nicht Motivation erzeugen. Sondern Menschen stabilisieren. Wenn Führungskräfte sagen: „Ich fühle mich durch deine Klarheit gut orientiert“ statt „Du bist eine starke Führungskraft“ … entsteht weniger Leistungsdruck und mehr Vertrauen. Und Vertrauen ist ein Gesundheitsfaktor. Fazit: Worte sind Biochemie Ein aufrichtiges Kompliment ist kein netter Zusatz. Es ist Beziehungsarbeit. Es ist Gesundheitsprävention. Gesunde Kommunikation beginnt dort, wo wir Wirkung bewusst gestalten. Am Welttag des Kompliments können wir uns deshalb fragen: Möchte ich bewerten? Oder verbinden? Nicht größer loben, sondern klarer wahrnehmen. Let’s grow. Deine Lisa von WORDSEED
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