5 Sätze, die du sagen kannst, wenn du einen Fehler gemacht hast

Lisa Holtmeier • 13. Februar 2026

Fehler passieren.
Im Job. In Beziehungen. In Gesprächen.

Entscheidend ist nicht, dass ein Fehler passiert –
sondern
wie wir darüber sprechen.

Viele Menschen vermeiden es, Fehler klar anzusprechen.
Nicht aus Gleichgültigkeit, sondern aus Angst:

  • klein dazustehen
  • an Autorität zu verlieren
  • Konflikte zu verschärfen

Doch genau das Gegenteil ist der Fall.

👉 Gesunde Kommunikation beginnt dort, wo Verantwortung übernommen wird – klar, ruhig und ohne Rechtfertigung.

Sätze wie:

  • „Ich meinte es doch nicht so“
  • „Das war ja nicht mit Absicht“
  • „So schlimm war es doch nicht“

sollen eigentlich entlasten. Tun aber etwas anderes:
Sie
relativieren Verantwortung und verschieben den Fokus weg vom Gegenüber.

Studien zur Konflikt- und Beziehungsforschung zeigen:


Menschen empfinden Entschuldigungen dann als glaubwürdig,
wenn Verantwortung benannt wird –
ohne Erklärung, ohne Verteidigung.

Kurz gesagt:
Je mehr du dich erklärst, desto weniger kommt deine Entschuldigung an.


5 Sätze, die du sagen kannst, wenn du einen Fehler gemacht hast

Diese Sätze sind bewusst kurz und klar.
Nicht, weil Gespräche kurz sein sollten –
sondern weil
Klarheit oft mit einem klaren Satz beginnt.


„Ich habe gemerkt, dass ich hier einen Fehler gemacht habe, und dafür übernehme ich die Verantwortung.“


„Das Ergebnis entspricht nicht dem, wofür ich stehen möchte, und das nehme ich ernst.“


„Danke für den Hinweis. Mir ist wichtig, das nicht zu relativieren, sondern daraus zu lernen.“


„Es tut mir aufrichtig leid. Mir ist wichtig, meinen Teil zur Lösung beizutragen.“



„Ich habe etwas übersehen. Durch XY stelle ich sicher, dass das künftig nicht noch einmal passiert.“


Wann eine Entschuldigung wirklich respektvoll ist

Eine Entschuldigung wirkt dann verbindend, wenn sie:

  • ✔ Verantwortung übernimmt
  • ✔ ohne Rechtfertigung auskommt
  • ✔ keine Selbstabwertung enthält
  • ✔ den Blick nach vorn richtet

Respekt entsteht nicht durch Perfektion –
sondern durch
verlässliche Selbstführung.


Was nach der Entschuldigung folgen darf (und sollte)

Diese fünf Sätze sind ein Einstieg, kein vollständiges Gespräch.

In echten Situationen ist es sinnvoll, danach zu benennen:

  • was du daraus gelernt hast
  • was das künftig für dein Verhalten bedeutet
  • welchen konkreten Schritt du gehst
  • welche Lösung du anbietest

So wird aus einem Fehler Entwicklung.


Was dich klein macht, wenn du einen Fehler zugibst

Nicht der Fehler selbst macht klein – sondern:

  • ❌ endlose Rechtfertigungen
  • ❌ Erklärungen, die Verantwortung verschieben
  • ❌ Sätze wie „Ich bin halt so“
  • ❌ Selbstabwertung statt Klarheit

Das schwächt Vertrauen – im Gegenüber und in dir selbst.


Wortmedizinisch gesprochen

Fehler zuzugeben macht nicht klein.
Unklarheit, Ausweichen und Verteidigung tun es.

Verantwortung zu übernehmen heißt nicht, Schuld zu tragen –
sondern
Gestaltung zu übernehmen.

Und genau dort beginnt gesunde Kommunikation.


✨ Reflexionsfrage zum Schluss:

Welcher dieser Sätze fühlt sich für dich am stimmigsten an –
und in welchem Gespräch könntest du ihn gut gebrauchen?

Wenn du magst, teile deine Gedanken oder lies auch:
➡️ Wie Sprache Vertrauen stärkt
➡️ Warum Rechtfertigungen Beziehungen belasten

Gesundheit beginnt im Gespräch. 🌱

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