Unsichtbare Krankheiten sichtbar machen: 5 Sätze, die dich schützen – ohne dich erklären zu müssen

Manche Krankheiten sieht man nicht.
Und trotzdem sind sie da.
Chronische Erschöpfung. Autoimmunerkrankungen. Depressionen. Angststörungen. Long Covid. Schmerzen ohne Gips, Krücken oder Verband.
Was viele Betroffene früh lernen:
👉
sich zu erklären
👉
sich zu rechtfertigen
👉
Vergleiche auszuhalten, die mehr verletzen als helfen
„Aber gestern ging es doch noch.“
„So schlimm sieht es gar nicht aus.“
„Andere schaffen das doch auch.“
Dieser Blogbeitrag ist für einen anderen Weg.
Für
gesunde Kommunikation, die schützt.
Für
Sätze, die freundlich sind – und trotzdem klar.
Warum unsichtbare Krankheiten besonders sprachsensibel sind
Unsichtbare Erkrankungen bringen eine doppelte Belastung mit sich:
- die körperliche oder psychische Einschränkung
- den permanenten sozialen Erklärungsdruck
Studien zeigen: Menschen mit chronischen oder unsichtbaren Erkrankungen erleben häufiger soziale Invalidierung – also das Gefühl, dass ihr Erleben angezweifelt oder relativiert wird. Das erhöht Stress, verstärkt Symptome und schwächt langfristig das Nervensystem.
👉 Sprache wirkt hier wie Medizin – oder wie ein zusätzlicher Stressor.
Du musst nichts beweisen, um achtsam mit dir zu sein
Gesunde Selbstführung bedeutet nicht, alles zu erklären.
Sie bedeutet,
Grenzen sprachlich zu markieren, ohne in Verteidigung zu gehen.
Deshalb habe ich den
5-Sätze-Freitag ins Leben gerufen:
Ein Format für Worte, die entlasten.
Für Situationen, in denen dein Körper oder deine Psyche schon genug leisten.
5 Sätze, die du sagen kannst, wenn du eine unsichtbare Erkrankung hast
Diese Sätze sind kein Skript. Sie sind Angebote. Nimm die, die sich für dich stimmig anfühlen.
1. „Ich treffe meine Entscheidungen auf Basis meiner Gesundheit.“
Klar. Ruhig. Ohne Erklärungspflicht.
2. „Auch wenn man es mir vielleicht nicht ansieht, gehe ich gerade sehr achtsam mit meiner Gesundheit um.“
Du benennst deine Realität – ohne sie zu verteidigen.
3. „Nicht alles, was belastet, ist von außen erkennbar.“
Ein Satz, der stoppt, ohne anzugreifen.
4. „Was für andere leicht wirkt, kostet mich manchmal mehr Kraft.“
Sachlich. Wahr. Menschlich.
5. „Mir hilft es sehr, wenn meine Situation einfach so stehen bleiben darf.“
Ein Satz für Beziehung statt Diskussion.
Warum diese Sätze gesund sind
Diese Sprache wirkt auf mehreren Ebenen:
- 🧠 Sie senkt inneren Stress, weil du dich nicht rechtfertigen musst
- ❤️ Sie schützt deine Würde, ohne dich abzugrenzen oder zu verhärten
- 🤝 Sie ermöglicht Beziehung, ohne dich zu erklären
Gesunde Kommunikation heißt nicht, alles auszuhandeln.
Sie heißt,
dich selbst ernst zu nehmen – auch dann, wenn andere es nicht sofort tun.
Der 5-Sätze-Freitag: Sprache als Ressource für Gesundheit
Der 5-Sätze-Freitag ist ein wöchentliches Format für genau solche Situationen:
- wenn du krank bist, aber „funktionieren sollst“
- wenn du langsamer bist als andere
- wenn du Grenzen setzen willst, ohne dich zu rechtfertigen
- wenn du freundlich bleiben möchtest – und trotzdem klar
👉 Fünf Sätze. Eine Situation. Mehr Selbstschutz durch Sprache.
Deine Stimme zählt: Für welche Situation brauchst du Worte?
Vielleicht trägst du gerade eine Situation mit dir herum,
für die dir die richtigen Worte fehlen.
💬
Für welche Situation wünschst du dir fünf Sätze?
Schreib es mir gern.
Ich nehme deine Perspektive mit in einen der nächsten 5-Sätze-Freitage.
Gesundheit beginnt im Gespräch.
Auch – und gerade – bei den Dingen, die man nicht sieht.
Let’s grow 🌱
Deine Lisa von WORDSEED®










