Nicht schlecht: Das unterschätzte Sprachmuster und seine Auswirkungen auf dein Denken

Lisa Holtmeier • 13. November 2024

Hast du dich schon einmal dabei ertappt, "nicht schlecht" zu sagen, wenn du eigentlich etwas loben möchtest? In unserer neuesten Podcast-Folge des WORDSEED® Podcasts nehmen wir uns ein besonders prägnantes Sprachmuster vor, das im Alltag oft unbemerkt bleibt: "nicht schlecht". Was zunächst harmlos wirkt, kann tiefgreifende Auswirkungen auf unsere Gedanken und unser Selbstbild haben. Erfahre, warum du diese Formulierung vermeiden solltest und welche Alternativen dir helfen, positiver und bewusster zu kommunizieren.


Warum das Sprachmuster "nicht schlecht" problematisch ist

Oberflächlich betrachtet scheint "nicht schlecht" ein Kompliment zu sein. Doch auf den zweiten Blick wird klar, dass es sich hierbei um eine negative Formulierung handelt. Indem wir ein Lob mit einer doppelten Verneinung ausdrücken, bleibt die negative Konnotation im Raum hängen. Unsere Sprache formt unsere Gedanken, und das ständige Verwenden solcher Ausdrücke kann unser Selbstbild und unsere Wahrnehmung von Situationen negativ beeinflussen.

Beispiel: Statt "Das war nicht schlecht!" könntest du einfach sagen: "Das war gut!" oder "Das hat mir gefallen!"

Diese scheinbar kleinen Änderungen in der Wortwahl können langfristig einen großen Unterschied in der Art und Weise machen, wie wir über uns selbst und andere denken.


Warum du dieses Sprachmuster streichen solltest

  1. Negative Denkweise fördern: Auch wenn wir es oft nicht bemerken, trägt das häufige Verwenden von negativen Formulierungen wie "nicht schlecht" dazu bei, dass wir eine negative Denkweise verinnerlichen. Unsere Sprache beeinflusst unsere Wahrnehmung, und negative Formulierungen können das Unterbewusstsein negativ prägen.
  2. Unklare Botschaften senden: "Nicht schlecht" klingt zwar wie ein Kompliment, ist jedoch ungenau und hinterlässt Raum für Interpretation. Statt klar zu loben, bleibst du vage. Ein direktes "Das war gut" ist weitaus wirkungsvoller und vermittelt eindeutig, was du wirklich sagen möchtest.
  3. Positives Feedback stärken: Indem du klare, positive Ausdrücke wählst, stärkst du nicht nur dein eigenes Mindset, sondern auch das Selbstbewusstsein deines Gegenübers. Authentisches und positives Feedback wirkt motivierender und sorgt für eine bessere Kommunikation.


Was du stattdessen sagen kannst

Wenn du das Sprachmuster "nicht schlecht" aus deinem Wortschatz streichen möchtest, gibt es zahlreiche Alternativen, die deine Aussagen positiver und wirkungsvoller machen:

  • "Das war großartig!" statt "Das war nicht schlecht."
  • "Das hat mir wirklich gut gefallen." statt "Das war gar nicht mal so übel."
  • "Du hast das super gemacht!" statt "Das war nicht schlecht gemacht."

Indem du bewusst positive Formulierungen wählst, stärkst du dein eigenes Selbstvertrauen und förderst gleichzeitig eine achtsame Kommunikation.



Hör rein und mach den ersten Schritt zur positiven Veränderung!


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