Wenn jemand sagt: „Mir geht’s überhaupt nicht gut“ – was sagst du dann?

Lisa Holtmeier • 21. Juli 2025

„Mir geht’s überhaupt nicht gut …“
Ein Satz, der uns im Alltag schnell überrumpeln kann. Vielleicht hörst du ihn von deiner Partnerin, einem Kollegen oder einem Freund. Und zack – schaltet dein Gehirn in den "Lösungsmodus":

  • „Ach komm, Kopf hoch!“
  • „Das wird schon wieder.“
  • „Du musst das nur positiv sehen …“

👉 Gut gemeint. Aber leider oft ungesund.
Warum das so ist – und was du stattdessen sagen kannst – erfährst du in diesem Beitrag.


Warum gut gemeinte Ratschläge oft das Gegenteil bewirken

Wenn Menschen sich emotional öffnen, brauchen sie vor allem eines: Verbindung – keine schnellen Tipps.

Die häufigsten Reaktionen in Krisensituationen:

„Kopf hoch, wird schon!“
→ Klingt harmlos, aber: Es verkleinert den Schmerz des anderen.

„Anderen geht’s noch schlechter.“
→ Das entwertet die Gefühle und lässt die Person sich schämen.

„Das musst du einfach positiv sehen.“
→ Blockiert den Zugang zu echten Gefühlen und verzögert die Heilung.

Diese Sätze wirken wie ein emotionales Pflaster auf eine offene Wunde und verhindern echte Verbindung.


Was hilft wirklich, wenn es jemandem schlecht geht?

Gesunde Kommunikation ist keine Technik – sie ist eine Haltung. Und sie beginnt mit Präsenz.

Hier sind 3 heilsame Impulse für solche Momente:

Sage ehrlich:
„Danke, dass du mir das anvertraust.“

Frage sanft:
„Willst du, dass ich einfach nur zuhöre? Oder suchst du gerade Rat?“

Halte Stille aus:
Nicht jedes Schweigen muss gefüllt werden. Manchmal ist dein
Dasein die beste Medizin.


Wissenschaft bestätigt: Emotionale Sicherheit wirkt wie Medizin

Studien zeigen, dass soziale Verbindung und emotionale Sicherheit messbare Effekte auf den Körper haben.
Die Forscher Coan, Schaefer & Davidson (2006) fanden heraus:

🧠 Emotionale Sicherheit …

  • reduziert Stresshormone wie Cortisol,
  • stärkt das Immunsystem,
  • beruhigt das Nervensystem,
  • und hilft, mit Angst und Schmerz besser umzugehen.

👉 Das bedeutet: Deine Worte können tatsächlich Gesundheit fördern.


Kommunikation als Gesundheitsprävention

Bei WORDSEED® nennen wir das: Wortmedizin.
Denn: Gesundheit beginnt im Gespräch.

Ob in privaten Beziehungen oder im Beruf – du musst niemanden „retten“.
Aber du kannst
der Mensch sein, der bleibt. Der hört. Der verbindet statt bewertet.

🗣️ Worte wirken. Immer.
Nutze sie wie Medizin. 💚


Fazit: Was du ab jetzt tun kannst

🔄 Beim nächsten Mal, wenn dir jemand sagt: „Mir geht’s nicht gut“ – halte inne.

Statt sofort zu reagieren, atme durch und sei einfach da.

💬 Frag dich:
Bin ich gerade im Modus „retten“ oder im Modus „verstehen“?

Die Antwort macht einen Unterschied – nicht nur für dein Gegenüber, sondern auch für eure Beziehung.

Bonus: 3 Sätze, die immer gut tun

  1. „Ich bin da.“
  2. „Danke für dein Vertrauen.“
  3. „Du musst das nicht alleine tragen.“


Lass uns reden.

Was sagst du, wenn jemand sich dir so öffnet?
Hältst du es aus – oder willst du sofort helfen?

👉 Schreib’s in die Kommentare.
Teile deine Erfahrungen – wir lernen voneinander.


Let´s grow! 🌱

Deine Lisa von WORDSEED®

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