Problemlösestrategie: Durch Perspektivwechsel Lösungen erarbeiten

Lisa Holtmeier • 31. Januar 2020

Mit diesem Tool löst du jedes Problem

Um genau solche Denkweisen soll es heute gehen🤹‍♂️. Am Dienstag habe ich bereits ein „Tool“ zur Problemlösung geteilt.
Heute möchte ich ein Tool/ eine Übung mit euch teilen, die wesentlich intensiver ist und „tiefer“ geht.
Um Problemsituationen lösen zu können, hat es sich als extrem hilfreich gezeigt die Perspektiven zu wechseln. Die Übung wird dich/ euch dabei unterstützen, verschiedene Perspektiven und Denkweise einzunehmen🤸‍♀️.


Diese Übung könnt ihr sowohl im Team als auch für euch Privat durchführen. .

Die Gruppe oder du als Einzelperson legen/legst 6 „Stationen“ auf dem Boden aus. Das kann z.B. in Form von DinA4 Blättern oder bunten Kegeln sein. Die Stationen unterscheiden sich farblich.

Vorbereitung:


  • Schreibe auf ein weißes Blatt „analytisches Denken“
  • Schreibe auf ein rotes Blatt „emotionales Denken“
  • Schreibe auf ein schwarzes Blatt „kritisches Denken“
  • Schreibe auf ein gelbes Blatt „optimistisches Denken“
  • Schreibe auf ein grünes Blatt „kreatives Denken“
  • Schreibe auf ein blaues Blatt „moderierendes Denken“
  • Verteile diese Blätter auf dem Fußboden in einem Raum

Optional: Du kannst natürlich auch mit farbigen Stiften auf weiße Blätter schreiben. Wichtig ist der farbliche Unterschied der Stationen.


Wenn ihr diese Übung als Team macht, beachtet bitte, dass ihr gemeinsam an jeder Station steht und euch gemeinsam Gedanken macht. Kommunikation ist hier das A und O.


Tipp: Schreibt an jeder Station eure Erkenntnisse auf.


Ablauf

Station 1 „analytisches Denken“


  • Sammelt hier alle Zahlen, Daten und Fakten
  • Betrachtet die Situation objektiv
  • Wie würde die Situation ein Außenstehender bewerten?
  • Wie ist die Situation entstanden?
  • Wie ist der „Status quo“ der Situation/ des Problems?


Station 2 „emotionales Denken“


  • Wie fühlst du dich mit der Situation?
  • Worüber machst du dir konkret sorgen?
  • Welche Emotionen werden mit der Situation verbunden? (Ängste, Sorgen, Vorwurf, Unsicherheit,…)


Station 3 „kritisches Denken“


  • Welche Risiken könnten entstehen bei der Problemlösung?
  • Was könnte "schief" laufen bei dem Versuch das Problem zu lösen?
  • Welche Barrieren könnten dich auf dem Weg erwarten?
  • Wie könnte die Situation auf keinen Fall gelöst werden?


Station 4 „optimistisches Denken“


  • Wie würde die Situation im besten Fall gelöst werden?
  • Wie würde es im besten Fall in Zukunft laufen?
  • Welche Ressourcen stehen dir im besten Fall zur Verfügung?
  • Best Case Szenario „ausmalen“


Station 5 „kreatives Denken“


  • Sammelt Ideen und Innovationen
  • Seid so kreativ wie möglich
  • Wie könntet ihr das Problem/ die Situation noch lösen?
  • Welche alternativen Strategien könntet ihr erarbeiten?
  •   Wen könntet ihr noch mit "ins Boot holen"?


Station 6 „moderierendes Denken“


  • Wie bekommt ihr alles unter einen „Hut“?
  • Was könnt ihr konkret tun, um einen Kompromiss aus allen Ideen zu finden?
  • Was setzt ihr konkret um?
  • Was ist euer Ziel?
  • Was sind eure ersten Schritte?
  • Wie sieht der erste entscheidende Schritt aus?


Ich wünsche dir einen wundervollen Tag.
High Five!
Deine Lisa von WORDSEED
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„Du bist einfach großartig.“ Klingt schön. Und trotzdem fühlt es sich manchmal seltsam an. Warum? Weil viele Komplimente nicht verbinden – sondern subtil Druck erzeugen. Am 02.03. ist Welttag des Kompliments. Doch statt mehr Nettigkeiten zu verteilen, lohnt sich eine wichtigere Frage: Was macht ein aufrichtiges Kompliment wirklich gesundheitsförderlich? Als Begründerin der gesunden Kommunikation erlebe ich täglich: Worte wirken. Immer. Und sie wirken biologisch. Was passiert im Gehirn, wenn wir Wertschätzung erleben? Studien aus der Sozial- und Neurowissenschaft zeigen: Soziale Anerkennung aktiviert das Belohnungssystem (Dopamin-Ausschüttung). Wertschätzung senkt Stressmarker wie Cortisol. Zugehörigkeit wirkt als Schutzfaktor gegen psychische Belastung. Positive soziale Rückmeldungen erhöhen Kooperationsbereitschaft. Kurz gesagt: Ein echtes Kompliment ist keine Höflichkeitsgeste. Es ist eine Intervention ins Nervensystem. Menschen brauchen nicht nur Nahrung und Schlaf. Sie brauchen soziale Resonanz. Warum viele Komplimente unbewusst Druck machen „Du bist immer so stark.“ „Du bist perfekt für diese Rolle.“ „Du bist so schön unkompliziert.“ Solche Aussagen klingen wertschätzend – und können trotzdem Stress erzeugen. Warum? Weil sie Identität festschreiben. Unser Nervensystem registriert: Erwartung Bewertung Rollenfixierung Das kann psychologische Sicherheit reduzieren. Gesunde Kommunikation bedeutet deshalb nicht: mehr loben. Sondern bewusster sprechen. Diese Form der wertschätzenden Kommunikation wirkt gesundheitsförderlicher, weil sie vier zentrale Schutzfaktoren stärkt: 1. Psychologische Sicherheit Wenn Menschen nicht bewertet, sondern in ihrer Wirkung gesehen werden, sinkt der innere Druck. Psychologische Sicherheit ist einer der wichtigsten Faktoren für gesunde Teams und stabile Beziehungen. 2. Selbstwirksamkeit Konkrete Rückmeldungen zeigen: „Ich bewirke etwas.“ Selbstwirksamkeit ist ein zentraler Resilienzfaktor und schützt vor Erschöpfung. 3. Soziale Verbundenheit Das Gefühl, gesehen zu werden, aktiviert Bindungssysteme im Gehirn. Verbundenheit reduziert Stressreaktionen und fördert emotionale Stabilität. 4. Identitätsstabilität ohne Rollenfixierung Ich-Botschaften schreiben niemanden fest. Sie lassen Entwicklung zu. Das schafft Freiheit statt Erwartungsdruck. 5 Sätze für ein aufrichtiges Kompliment Hier sind fünf Beispiele für gesundheitsförderliche Komplimente – inspiriert vom 5-Sätze-Freitag: „Ich fühle mich von dir ernst genommen.“ „Ich empfinde unsere Zusammenarbeit als wertschätzend.“ „Deine Art zu denken erweitert meinen Blick.“ „Das Gespräch mit dir hat mir gutgetan.“ „Mich inspiriert, wie ruhig du bleibst, auch wenn es hektisch wird.“ Sie sind: konkret wirkungsorientiert beziehungsstärkend regulierend Komplimente im Beruf: Warum sie Führung verändern Gerade im Business-Kontext wird Wertschätzung oft funktional eingesetzt. Doch gesunde Führung bedeutet: Nicht Motivation erzeugen. Sondern Menschen stabilisieren. Wenn Führungskräfte sagen: „Ich fühle mich durch deine Klarheit gut orientiert“ statt „Du bist eine starke Führungskraft“ … entsteht weniger Leistungsdruck und mehr Vertrauen. Und Vertrauen ist ein Gesundheitsfaktor. Fazit: Worte sind Biochemie Ein aufrichtiges Kompliment ist kein netter Zusatz. Es ist Beziehungsarbeit. Es ist Gesundheitsprävention. Gesunde Kommunikation beginnt dort, wo wir Wirkung bewusst gestalten. Am Welttag des Kompliments können wir uns deshalb fragen: Möchte ich bewerten? Oder verbinden? Nicht größer loben, sondern klarer wahrnehmen. Let’s grow. Deine Lisa von WORDSEED
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