Statt zu urteilen lieber das eigene Erleben schildern

Lisa Holtmeier • 16. September 2021

So vermeidest du Konflikte mit gesunder Kommunikation

Ich möchte dich heute für das Thema der Beurteilung und Bewertung in Dialogen sensibilisieren. Ich glaube, dass wir ziemlich oft bewerten und beurteilen, obwohl das häufig gar nicht unsere Absicht ist. Mir geht es zumindest so, dass ich mich selbst immer wieder daran erinnern darf, mein Erleben zu schildern.
Mein Ziel ist es mit diesem Beitrag nicht, mich hinzustellen und zu sagen “das stimmt” oder “du hast recht” ist falsch. Denn dieses Urteil kann ich gar nicht fällen. Ich möchte dich vielmehr darauf aufmerksam machen, wie oft wir in eine vermeintlich objektive Haltung gehen, obwohl wir die gar nicht einnehmen können. Wir sind "Opfer" unserer Subjektivität.

Du kannst berichten, wie du die Situation X erlebt und empfunden hast. Du kannst allerdings nicht berichten, wie die Situation X war. Dafür kannst du erzählen, wie die Situation X für DICH war.
Durch urteile können sich Fronten verhärten und es zeigt sich, dass die Muskelspannung deutlich steigt. Der Körper hat stress. Wenn wir von unserem Erleben sprechen, schaffen wir viel eher Nähe und der Körper entspannt sich.
Es geht in Gesprächen oft darum wer recht hat. Menschen versuchen sich, ihre Meinung und Empfindungen zu verteidigen. Kommunikation sollte allerdings kein Kampf sein, indem man sich verteidigen muss. Jede Person hat in seiner oder ihrer Welt recht. Es kommt ganz und gar auf die Perspektive an. Lasst uns das Leben in Leichtigkeit führen, indem wir von unserem Erleben sprechen.

Ich würde mich freuen, wenn du diesen Beitrag teilst, damit noch mehr Menschen für die Wahl ihrer Worte sensibilisiert werden🌏❤.

💡Beobachtest du dich auch manchmal dabei, dass du urteilst? Wie gehst du damit um?


Let´s grow!🌱
Deine Lisa von WORDSEED
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Viele Menschen haben gute Argumente. Trotzdem überzeugen sie andere nicht. Warum? Weil Überzeugungskraft nicht nur davon abhängt, was wir sagen, sondern auch davon, wie wir ein Gespräch beginnen. Wer direkt widerspricht oder mit Gegenargumenten startet, erzeugt häufig Widerstand. Wer hingegen eine Gesprächsatmosphäre schafft, in der sich Menschen gehört und respektiert fühlen, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die eigenen Argumente überhaupt aufgenommen werden. Was macht eine gute Argumentation aus? Viele denken bei Argumentation an Fakten, Zahlen und logische Schlussfolgerungen. Diese Elemente sind wichtig. Doch erfolgreiche Kommunikation besteht aus mehr als sachlichen Argumenten. Eine gute Argumentation zeichnet sich dadurch aus, dass sie: respektvoll formuliert ist neugierig statt belehrend wirkt unterschiedliche Perspektiven zulässt Verständnis signalisiert zum Nachdenken einlädt Warum Menschen auf Argumente oft mit Widerstand reagieren Sobald Menschen das Gefühl haben, ihre Meinung werde angegriffen, schalten sie häufig in einen Verteidigungsmodus. Dann geht es nicht mehr um die Sache. Es geht darum, die eigene Position zu schützen. Deshalb ist die Einleitung einer Argumentation oft wichtiger als das Argument selbst. 5 Formulierungen für bessere Argumentationen 1. „Ich habe noch eine andere Perspektive auf das Thema. Ist es okay für dich, wenn ich meinen Gedanken dazu teile?“ Dieser Satz schafft Zustimmung, bevor das eigentliche Argument beginnt. 2. „Ich verstehe deinen Punkt. Gleichzeitig frage ich mich, ob ...“ Eine wertschätzende Möglichkeit, eine andere Sichtweise einzubringen. 3. „Vielleicht übersehe ich etwas. Gleichzeitig nehme ich es so wahr ...“ Diese Formulierung wirkt offen und selbstreflektiert. 4. „Mich würde interessieren, wie du diesen Aspekt siehst ...“ Menschen hören besser zu, wenn sie selbst beteiligt werden. 5. „Eine Sache beschäftigt mich dabei noch ...“ Ein sanfter Einstieg, der Neugier weckt statt Widerstand auszulösen. Die Bedeutung von Neugier in Gesprächen Wer überzeugen möchte, sollte nicht nur reden. Er sollte auch zuhören. Deshalb gehören gute Fragen zu den wichtigsten Werkzeugen erfolgreicher Kommunikation. Zum Beispiel: Was ist dir daran besonders wichtig? Wie bist du zu dieser Meinung gekommen? Welche Erfahrungen spielen dabei eine Rolle? Was wäre aus deiner Sicht die beste Lösung? Die stärksten Argumente entstehen in Verbindung Menschen ändern ihre Meinung selten, weil sie sich unterlegen fühlen. Sie öffnen sich für neue Gedanken häufig erst dann, wenn sie sich verstanden fühlen. Deshalb geht es bei guter Gesprächsführung nicht darum, Diskussionen zu gewinnen. Es geht darum, Räume zu schaffen, in denen unterschiedliche Perspektiven nebeneinander existieren dürfen. Fazit Eine gute Argumentation beginnt nicht mit dem stärksten Argument. Sie beginnt mit Respekt, Interesse und echter Gesprächsbereitschaft. Wer Menschen verstehen möchte, bevor er sie überzeugen will, schafft die Grundlage für konstruktive Gespräche, bessere Beziehungen und nachhaltige Verständigung. Denn oft überzeugt nicht das bessere Argument. Sondern die bessere Art, es einzuleiten.
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