4-Evening-Questions

Lisa Holtmeier • 21. März 2022

Wie und womit wir unseren Tag abschließen hat einen großen Einfluss auf unser Schlafverhalten und auf die Art und Weise, wie wir den nächsten Tag aufstehen.

Wie du vielleicht weißt, nutze ich das Journaln, um morgens in den Tag zu starten und abends den Tag zu beenden. Als ich am Sonntag in der Früh mit einem Kaffee und einem Buch in den Tag startete, las ich etwas, was mich sofort begeisterte, weshalb ich es unbedingt mit dir teilen möchte. Es ging um die 4-Evening-Questions von Dr. Markus Ebner. In einer Studie hatten die Proband*innen die Aufgabe jeden Abend 4 Fragen zu beantworten und sich dafür ca. 10 Minuten Zeit zu nehmen. Das ganze sollten sie zwei Wochen lang machen und die Ergebnisse sind wirklich spannend. Durch das abendliche Beantworten der vier Fragen veränderte das Handeln, die Interpretation von Situationen und die Sensibilisierung der Wahrnehmung, da sie schon tagsüber auf “Positives” achteten, was sie abends aufschreiben könnten. Zudem wird die Selbstwirksamkeit wesentlich gestärkt, da die letzte Frage sehr stärkenorientiert ist und alle anderen Fragen ebenfalls aus der positiven Psychologie stammen. Die 2. und die 4. Frage wurden von den Proband*innen als die “schwierigsten” Fragen bewertet.

Die vier Fragen:
🔸️1.Was hat mir heute Freude bereitet?
🔸️2.Wo habe ich mich heute lebendig gefühlt?
🔸️3.Wofür & wem kann ich heute dankbar sein?
🔸️4.Welche Stärken konnte ich heute ausleben?

Ich habe gestern Abend angefangen, diese vier Fragen als “Journal-Grundlage” zu nutzen. Hast du vielleicht Lust mitzumachen? 14 Tage, 4 Fragen!? Ich würde mich freuen, wenn du dabei bist! Schreib mir gerne in den Kommentaren, wenn du mitmachst😊.

Let´s grow!🌱
Deine Lisa von WORDSEED®
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Viele Menschen haben gute Argumente. Trotzdem überzeugen sie andere nicht. Warum? Weil Überzeugungskraft nicht nur davon abhängt, was wir sagen, sondern auch davon, wie wir ein Gespräch beginnen. Wer direkt widerspricht oder mit Gegenargumenten startet, erzeugt häufig Widerstand. Wer hingegen eine Gesprächsatmosphäre schafft, in der sich Menschen gehört und respektiert fühlen, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die eigenen Argumente überhaupt aufgenommen werden. Was macht eine gute Argumentation aus? Viele denken bei Argumentation an Fakten, Zahlen und logische Schlussfolgerungen. Diese Elemente sind wichtig. Doch erfolgreiche Kommunikation besteht aus mehr als sachlichen Argumenten. Eine gute Argumentation zeichnet sich dadurch aus, dass sie: respektvoll formuliert ist neugierig statt belehrend wirkt unterschiedliche Perspektiven zulässt Verständnis signalisiert zum Nachdenken einlädt Warum Menschen auf Argumente oft mit Widerstand reagieren Sobald Menschen das Gefühl haben, ihre Meinung werde angegriffen, schalten sie häufig in einen Verteidigungsmodus. Dann geht es nicht mehr um die Sache. Es geht darum, die eigene Position zu schützen. Deshalb ist die Einleitung einer Argumentation oft wichtiger als das Argument selbst. 5 Formulierungen für bessere Argumentationen 1. „Ich habe noch eine andere Perspektive auf das Thema. Ist es okay für dich, wenn ich meinen Gedanken dazu teile?“ Dieser Satz schafft Zustimmung, bevor das eigentliche Argument beginnt. 2. „Ich verstehe deinen Punkt. Gleichzeitig frage ich mich, ob ...“ Eine wertschätzende Möglichkeit, eine andere Sichtweise einzubringen. 3. „Vielleicht übersehe ich etwas. Gleichzeitig nehme ich es so wahr ...“ Diese Formulierung wirkt offen und selbstreflektiert. 4. „Mich würde interessieren, wie du diesen Aspekt siehst ...“ Menschen hören besser zu, wenn sie selbst beteiligt werden. 5. „Eine Sache beschäftigt mich dabei noch ...“ Ein sanfter Einstieg, der Neugier weckt statt Widerstand auszulösen. Die Bedeutung von Neugier in Gesprächen Wer überzeugen möchte, sollte nicht nur reden. Er sollte auch zuhören. Deshalb gehören gute Fragen zu den wichtigsten Werkzeugen erfolgreicher Kommunikation. Zum Beispiel: Was ist dir daran besonders wichtig? Wie bist du zu dieser Meinung gekommen? Welche Erfahrungen spielen dabei eine Rolle? Was wäre aus deiner Sicht die beste Lösung? Die stärksten Argumente entstehen in Verbindung Menschen ändern ihre Meinung selten, weil sie sich unterlegen fühlen. Sie öffnen sich für neue Gedanken häufig erst dann, wenn sie sich verstanden fühlen. Deshalb geht es bei guter Gesprächsführung nicht darum, Diskussionen zu gewinnen. Es geht darum, Räume zu schaffen, in denen unterschiedliche Perspektiven nebeneinander existieren dürfen. Fazit Eine gute Argumentation beginnt nicht mit dem stärksten Argument. Sie beginnt mit Respekt, Interesse und echter Gesprächsbereitschaft. Wer Menschen verstehen möchte, bevor er sie überzeugen will, schafft die Grundlage für konstruktive Gespräche, bessere Beziehungen und nachhaltige Verständigung. Denn oft überzeugt nicht das bessere Argument. Sondern die bessere Art, es einzuleiten.
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